Mittwoch, 16. Juli 2008, 14:48 Uhr

Coldplay mit abgespeckter Live-Show

Die britische Band Coldplay hat die geplante teure Bühnen-Show zum Start ihrer Welttournee am Montagabend aus dem Programm genommen. Obwohl die Musiker die Show sechs Monate lang penibel vorbereitet hatten, entschieden sie sich in letzter Minute dafür, aufwendige Computergrafiken und Videosequenzen bei ihrem Auftritt in Los Angeles außen vor zu lassen. Stattdessen wählte die Kultband, ganz im Militär-Dress gekleidet, eine “intimere” Auftrittsvariante. Diese sah eine rein essentielle Bühnenbeleuchtung sowie zum Album “Viva La Vida or Death And All His Friends” passende Bühnenbilder vor. Coldplay-Frontmann Chris Martin erklärte den Fans vor Ort, warum die Tournee in den USA vom Stapel läuft: “Das hier ist der erste Abend unserer Tour, seit wir eine neue Band sind. Wir dachten, welch besserer Ort als unser Heim fern von daheim: Los Angeles.” Martin lobte das lebendige Publikum, und betonte, die Show sei besser gelungen als je zuvor: “Wir hätten uns nichts Besseres wünschen können an einem warmen Abend in LA. Manche Menschenmengen sind Scheisse, wir müssen dann lügen. Aber unter uns gesprochen – ihr seid Premiumklasse.” Martin hatte im Vorfeld angekündigt, dass sich die Bühnen-Show an den Disney-Film ‘Mary Poppins’ anlehnen werde: “Wir sind mit ‘Mary Poppins’ und Sachen dieser Art groß geworden. Wir lieben es, uns große Auftritte vorzustellen. Wir versuchen dann herauszuarbeiten, welche Beleuchtung besonders gut ankommt. Wir können da ganz schön pingelig werden, weil wir kaum fassen können, dass wir so etwas Großes überhaupt machen dürfen.” (BangShowbiz)