Dienstag, 22. Juli 2008, 20:29 Uhr

John Lydon und eine Rassismus-Attacke

John Lydon hat Vorwürfe widerlegt, denen zufolge er an einer rassistischen Attacke gegen Kele Okereke beteiligt gewesen sein soll. Der schwarze, schwule “Bloc Party”-Frontmann Kele hatte behauptet, der Sex Pistols-Star und drei Leute seiner Entourage hätten ihn beleidigt, bevor sie ihm ins Gesicht und auf den Kopf schlugen. Der Sänger (“Like Eating Glass”) hatte außerdem behauptet, Johns Begleiter hätten sich rassistische Verunglimpfungen geleistet. Einer habe ausgerufen: “Dein Problem ist deine schwarze Einstellung.” Die Attacke soll sich beim spanischen “Summercase Festival” am letzten Samstag ereignet haben.

Der besser als Johnny Rotten bekannte Sänger führte den Vorfall jedoch vor allem auf Keles Eifersucht zurück. In Bezug darauf hieß es in einer auf Veranlassung des 52-Jährigen veröffentlichten Erklärung: “Ich empfinde großes Mitleid für einen Mann, der über etwas Lügen verbreiten muss, was ein perfekter Abend war. Nach der Show blieben Johnny Rotten und sein Management zurück, um Autogramme zu schreiben, was wir volle vier Stunden ohne Zwischenfall taten. Wir hatten auch eine großartige Zeit, als wir mit anderen spanischen Bands quatschten. Dies hat scheinbar Neid bei gewissen Bands ausgelöst. Der Ärger kam zu uns, was dazu führte, dass die, die den Ärger verursacht haben, von der Festival-Security entfernt werden mussten.”

Das Communiqué liest sich weiter wie Folgt: “Wir sind mitten in einer wunderbaren Tour, nach 30 Jahren erreichen wir wirkliche Einheit mit unserem Publikum. Sie sind unterschiedlich, jedes Alter, alle Rassen, alle Glaubensrichtungen. Wenn man auf einem Festival mit Bands spielt, die eifersüchtige Idioten sind, ist es normal, dass Lügen und Verwirrung die Folge sind. Wenn sie so dringend Publicity brauchen, ist dies das Universum an Beschuldigungen, in das sie sich flüchten.”

Die Erklärung endete mit einer direkten Botschaft Johns an Kele, in der er diesem sagte, er solle “erwachsen werden und lernen, ein wahrer Mann zu sein.” Rotten fügte hinzu: “Wenn du soviel erreicht hast wie ich, komm zurück und rede nochmal mit mir. Es ist eine Schande, dass die wunderbare Welt der Medien von so einem Schwachsinn wie diesem hier geplagt wird.” (BangMedia)