Dienstag, 05. August 2008, 23:14 Uhr

Sex Pistols sichern Tour-Klo mit Stacheldraht

Die Sex Pistols haben bei einem Musikfestival am letzten Wochenende einen Zaun verlangt, der rund um ihr Toilettenhäuschen aufgestellt werden soll. Medienberichten zufolge wollten die Punk-Rocker beim schottischen “Live at Loch Lomond”-Festival ihre Privat-Toilette nicht teilen, und baten um einen Hochsicherheitszaun, um andere Personen fernzuhalten.

Frontmann John Lydon, auch bekannt als Johnny Rotten, soll angeblich erzürnt gewesen sein, als ihm auffiel, dass die Electroband Autokratz in einem besseren Auto chauffiert wurde als seine Band. Lydon verlangte einen Tausch der Vehikel. Autokratz-Sänger David Cox erzählte dem britischen “Daily Star”: “Die Sex Pistols hatten zwei Land Rover, auf denen sie Fahrer während des Events hin- und herchauffierten. Johnny hat jedoch anscheinend unserem Wagen den Vorzug gegeben. Wir mussten also all unser Equipment herausnehmen, nur damit er 40 Meter darin zurücklegen konnte.”

Als der Tausch vollzogen war, rief John angeblich: “Autokratz, jetzt da wir euer Auto genommen haben, seid ihr nur noch Kratz.” Als die Band die Bühne betrat, bezog Lydon – der gerüchteweise ein Teeset aus Knochenporzellan verlangt haben soll – Stellung zu den jüngsten Anschuldigungen gegen ihn. Der 52-Jährige soll in einen Zwischenfall mit rassistischem Hintergrund verwickelt sein.

Während die Band den Song “Holiday In The Sun” spielte, sagte er: “An alle, die sich verdammt noch mal erlaubt haben, mich einen Rassisten zu nennen: Ich würde gerne ‘Hallo’ zu Allah sagen. Ich würde Allah gerne eine verdammt gute Flasche Bier kaufen.”

Der Sänger sowie drei Mitglieder seines Gefolges werden beschuldigt, Kele Okereke, den Frontmann von Bloc Party, beleidigt zu haben. Außerdem sollen sie ihm ins Gesicht und gegen den Kopf geschlagen haben. Lydon bestreitet die Anschuldigungen. (BangMedia)