Sonntag, 23. November 2008, 13:43 Uhr

Das Supertalent 2008 - Alles über die zehn Finalisten

10.000 Talente haben sich 2008 für die neue Staffel von “Das Supertalent” beworben. Um den Wettbewerb zu gewinnen, mussten die Kandidaten insgesamt drei Runden überstehen: das Casting und zwei Halbfinal-Shows. Nun stehen die zehn Finalisten fest, die sich live der Jury und dem Fernseh-Publikum stellen müssen. In der großen Live-Final-Show wählen die Fernseh-Zuschauer am nächsten Samstag den Sieger. Für die zehn Finalisten geht es um alles: Den möglichen Beginn einer großen Karriere und die sagenhafte Gewinnsumme von 100.000 Euro!

x

Fotos: RTL/ Stefan Gregorowius



x
Carlos Fassanelli – Sänger aus Bayreuth (Bayern)

Seit seiner Kindheit wollte der gebürtige Argentinier Carlos Fassanelli auf der Bühne stehen, ging ganz in seiner Leidenschaft für die Musik auf, absolvierte außerdem eine Schauspielausbildung in Buenos Aires. Doch dann der Schock: Carlos wurde HIV-positiv getestet. „Nach dieser Diagnose ist meine ganze Welt zusammengebrochen. Aus Angst vor der Krankheit habe ich die besten Jahre meines Lebens verpasst.“ Das war 1992. Seitdem hat sich einiges geändert: Carlos kam nach Deutschland, verliebte sich in die Stadt Berlin, beschloss zu bleiben und lernte, mit seiner Diagnose zu leben. Dabei geholfen haben ihm seine Musik („Singen ist meine Therapie. Es hält mich am Leben“) und seine große Liebe Harald, den er 2007 geheiratet hat. Heute lebt Carlos gemeinsam mit seinem Ehemann und den zwei Hunden „Cookie“ und „Baby“ in Bayreuth, hat als Sänger Auftritte auf Veranstaltungen und in Restaurants. Sein größter Wunsch: „Einmal im Leben möchte ich als Sänger im Fernsehen auftreten – vor einem großem Publikum.“
Sollte er „Das Supertalent 2008“ werden, möchte sich Carlos einen weiteren Wunsch erfüllen: Seine Mutter Teresa und seine beiden Brüder Miguel und Angel leben immer noch in Buenos Aires – sie will er endlich wiedersehen.

Mit seiner Interpretation von Frank Sinatras „My way“ hat Carlos bereits den Einzug ins Halbfinale geschafft und konnte vor allem Dieter Bohlen überzeugen: „Ich glaube, dass man diese Nummer nur dann singen kann, wenn man schon viel im Leben durchgemacht hat. Dieser Titel ist ein seelischer Striprease, bei dem man ein wenig in die Seele des Menschen gucken kann – das fand ich toll!“

x

Christoph Haese – Trapez-Artist aus Berlin

„Tanz, tanz, tanz – vor allem aus der Reihe!“ lautet das Lebensmotto von Christoph Haese. Geboren und aufgewachsen im beschaulichen Allgäu, ist Christoph mit seinem Traum von einer Karriere auf der großen Bühne schon als Kind der Exot in der Familie. Seine Eltern führen ein bodenständiges Leben, Vater Hans Joachim ist Beamter, Mutter Birgit Arzthelferin. Beide haben ihren Sohn bei seinem Traum immer unterstützt, egal ob er im Alter von zehn Jahren von zu Hause aus- und ins Internat zog, um seine Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin anzufangen oder letztendlich zur Artistenschule wechselte, wo er auch eine Prüfung zum staatlich geprüften Artisten mit Bestnote 1 ablegte. Wenn er sein Publikum ausnahmsweise mal nicht mit seinen waghalsigen Trapezkünsten in Atem hält, jobbt er als DJ. Außerdem geht er gerne mit Freunden ins Kino oder trifft sich in eine der vielen Szenebars von Berlin mit ihnen. Ansonsten ist die Bühne sein Zuhause – Christoph lebt für den Applaus, wie er selber sagt, und will vor allen Dingen eins: Glücklich, zufrieden und sorgenfrei von seinem Beruf leben.

x

Duri Krasniqi – Sänger aus Spittal (Österreich)

Trotz seiner Jugend hat Duri schon jetzt eine ziemlich klare Vorstellungen davon, was er aus seinem Leben machen möchte: An erster Stelle steht eine Ausbildung als Sänger, sein größter Traum ist es, vor einem Millionenpublikum aufzutreten.
Ansonsten mag es der Gymnasiast am liebsten sportlich und unternimmt gerne etwas mit seinen Freunden. Neben Fußball, Badminton, Tischtennis, Volleyball und Basketball gehören auch Schwimmen, Skifahren, Mountainbiking und Trampolinspringen zu seinen Hobbys. Fast täglich trifft er sich außerdem mit Klassenkameraden zum Skaten.
Als Duri gerade zwei Jahre alt war, flohen seine Eltern Vahide (Hausfrau) und Nestret (Elektriker) gemeinsam mit Duri und der heute 14-jährigen Schwester Tina aus ihrem Geburtsland, dem Kosovo, und fanden in Österreich eine neue Heimat. Inzwischen komplettiert der achtjährige Bruder Arbon das Geschwistertrio. Bei „Das Supertalent“ überzeugte Duri die Jury mit seiner Version von Elvis Presleys „Can’t help falling in love“.

x

Kelvin Kalvus – Jongleur aus Dresden (Sachsen)

Geboren und aufgewachsen in der ehemaligen DDR, machte Kelvin zunächst eine Ausbildung zum Schlosser. In diesem Beruf arbeitete er allerdings nur bis 1986, dann drei Jahre als Offizier bei der NVA bis zur Wende 1989. Es folgten eine kurze berufliche Stippvisite als Elektriker und Museumsführer, Spieleverkäufer, Grabungshelfer, ein abgebrochenes BWL-Studium und letztendlich ein Magna cum Laude abgeschlossenes Studium der Geschichtswissenschaften. Vor elf Jahren allerdings entdeckte Kelvin mit der Kontaktjonglage eine neue Berufung, die er im Jahre 2003 zu seinem Beruf machte. Seitdem verdient er seinen Lebensunterhalt als professioneller Jongleur. Seine Freundin Uta, von Beruf Lehrerin, und der gemeinsame Sohn Egon (4) sind seine größten Fans. Drei Stunden täglich trainiert der 40jährige, der sich in seiner Freizeit bevorzugt mit Literatur und PC-Spielen beschäftigt, und tritt mit seiner Show europaweit auf. Immer auf Reisen mit dabei: Sein Glücksbringer, Stoffhase Bigwig, ein Geschenk seiner Eltern. Wenn er „Das Supertalent“ wird, steht ganz oben auf Kelvins Wunschliste eine ausgedehnte Showtour durch Japan zu machen.

x

Marcel Pietruch – Tänzer aus Bremerhaven (Bremen)

In der ersten Staffel von „Das Supertalent“ ist das Energiebündel knapp vor dem Finale gescheitert. Doch Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage: Marcel trainiert seitdem noch härter um seinem Ziel, Profitänzer zu werden, ein Stückchen näher zu kommen. Am liebsten würde er einmal mit Justin Timberlake in einem Tanzfilm mitspielen. Der Gymnasiast hat einen vollen Terminkalender, denn seitdem er fünf Jahre als ist verbringt er nach der Schule die meiste Zeit mit Tanztraining. Marcel hat aber noch eine große Leidenschaft, das Theaterspielen. Zuletzt war er am Bremerhavener Stadttheater im Stück „Linie 1“ zu sehen. In seiner Freizeit, spielt der Zehnjährige gerne Fußball. Ein bis zwei Mal im Jahr besucht die polnischstämmige Familie Pietruch – neben Marcel sind das sein Vater Gregor (Schlosser), seine Mutter Dorota (Verkäuferin) und sein älterer Bruder Marco (14) – ihre Verwandtschaft in Polen. Vor allem hängt Marcel dort an seiner Oma, mit ihr spricht er polnisch.

x

Shinouda Ayad – Derwischtänzer aus Kiel (Schleswig Holstein)

Das wichtigste in Shinoudas Leben ist seine kleine Tochter Lillie (3 1/2). Gleich an zweiter Stelle steht für ihn aber der Derwischtanz, einen Trance-Tanz mit ursprünglich religiösem Hintergrund und heilender Wirkung. Geboren in Luxor, Ägypten, wuchsen Shinouda und seine fünf Geschwister in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh war er verzaubert von dem meditativen Rhythmus des Tanzes und den farbenprächtigen Kostümen der Derwische und setzte gegen die Skepsis seiner Eltern durch, den Tanz erlernen zu dürfen. Tatsächlich war Shinouda in Ägypten bald ein Star und konnte als professioneller Derwischtänzer sogar seine Familie davon ernähren. Nach Deutschland kam er vor acht Jahren der Liebe wegen, konnte hier an seinen beruflichen Erfolg aber nicht anknüpfen und verdient seinen Lebensunterhalt seitdem als Gebäudereiniger. Seine Liebe zum Tanz hat der gläubige Christ trotzdem nicht verloren: „Wenn ich tanze, dann fliege ich.“ Sein größter Wunsch ist es, auch in Deutschland von seinem Beruf leben zu können und damit seiner kleinen Tochter Lillie eine bessere Zukunft zu sichern.
Die Jury war hingerissen von Shinoudas Darbietung: Sylvie van der Vaart fühlte sich „wie hypnotisiert“, Dieter Bohlen war „ in seinem Herzen zutiefst gerührt“ und Bruce Darnell fand kaum Worte: „It’s beautiful, it’s magic. Ich bin sprachlos.“

x

Vanessa Krasniqi – Sängerin aus Iserlohn (NRW)

Wenn Vanessa, „Vany“, nach ihrem Hobby gefragt wird, kommt die Antwort schnell und kompromisslos: Singen, singen, singen. Für ihren Traum von einer Karriere auf der großen Bühne investiert die ehrgeizige Schülerin mit polnisch-albanischen Wurzeln viel: Neben regelmäßigem Gesangsunterricht nimmt Vanessa seit einem Jahr auch Klavierstunden. Vor allem Bruce Darnell war beim Casting in Hamburg hingerissen von Vanys Stimme, und Pop-Titan Dieter Bohlen attestierte ihr großes Talent: „Du bist mit Abstand die Beste, die wir heute Abend gehört haben.“ Auch in der Freizeit spielt Musik eine große Rolle im Leben der selbstbewussten 14-jährigen, die viel Zeit in ihrem Zimmer am E-Piano verbringt. Von ihrer Mutter bekommt sie dabei volle Rückendeckung, schließlich war sie es auch, die das Talent ihrer Tochter im Alter von vier Jahren entdeckte und gefördert hat. Wenn Vany nicht singt oder Klavier spielt, geht sie am liebsten mit ihrer besten Freundin shoppen.

x

Michael Hirte – Musiker aus Kartzow (Brandenburg)

„Ich wollte mal zeigen, wie schön die Mundharmonika klingen kann. Und vielleicht habe ich ja Glück…“ Mit dieser Begründung hat sich Michael bei „Das Supertalent“ beworben. Bei seinem Auftritt begeisterte er die Zuhörer mit Franz Schuberts ’Ave Maria’. Da war selbst Dieter Bohlen beinahe zu Tränen gerührt. Er ist kein Mann vieler Worte, sondern drückt seine Gefühle viel lieber mit seiner Musik aus. Das hat das Publikum deutlich gespürt.
Michael stammt aus einfachen Verhältnissen. Der Hartz-IV-Empfänger hat in seinem Leben bisher nicht viel Glück gehabt und musste schon so manche Pechsträhne meistern. Seit einem schweren Autounfall ist der gelernte Kraftfahrer schwerbehindert und kann dadurch seinen Beruf nicht mehr ausüben. Gerade verließ ihn seine Frau nach fünf Jahren Ehe. Er lässt sich dennoch nicht unterkriegen. Halt findet der schüchterne Kerl mit Herz in seiner Leidenschaft: dem Mundharmonikaspielen. Seinen Lebensunterhalt bessert sich Michael mit Straßenmusik auf. Er liebt es, die Menschen durch sein Spiel auf der Mundharmonika zu bewegen. Auf der Bühne hat der leidenschaftliche Autofahrer immer großes Lampenfieber. Er überwindet es, indem er sich auf seine Musik konzentriert. Dann wächst er über sich hinaus. Sein größter Wunsch ist es, bei „Das Supertalent“ zu gewinnen. Dann hätte er in seinem Leben endlich wieder „festen Boden unter den Füßen“.

x
Yosefin Buohler – Sängerin aus Königswinter/Bonn (NRW)

Äußerlich sieht sie aus wie ein ganz normaler Teenie mit frechen blonden Zöpfen. Auf der Bühne zeigt sie, was in ihr steckt. Mit ihrer gewaltigen Soulstimme faszinierte Yosefin, mit Spitznamen Yoyo, das gesamte Publikum mit ihrer Version von Alicia Keys ’If I Ain’t Got You’. Da verschlug es sogar Dieter Bohlen die Sprache. „Dein Tonumfang ist grandios“, sagte er zu der Halbschwedin, die sich bei „Das Supertalent“ beworben hat, um zu zeigen, dass sie richtig gut singen kann. Und das alles ohne eine einzige Stunde Gesangsunterricht.
Das Talent hat sie von ihren Eltern geerbt. Beide sind von Beruf Musiker. Yosefin lebt mit ihrer Mutter Patricia, ihrem Stiefvater Alex und ihrer Schwester Antonia (3) in der Nähe von Königswinter. „Wir sind eine große Patchwork-Familie“, sagt sie. Sie besucht die 8. Klasse der International School in Bonn und spricht neben Deutsch ebenfalls Schwedisch und Englisch. Yoyo singt einfach zum Spaß. Erste Bühnenluft hat sie bereits bei einigen Schulfesten geschnuppert.
Neben dem Singen liebt sie das Reiten und das Fußballspielen. Seit drei Jahren steht sie im Tor ihrer Schulmannschaft U14. Sie ist mit Leib und Seele Torwart und ein echter Teamplayer. Doch noch mehr Freude bereitet ihr das Singen. Ihr größter Herzenswunsch ist es, ihr Hobby zum Beruf zu machen und dann als Musikerin durch die ganze Welt zu reisen. Sie träumt davon, eines Tages beim ’Grand Prix d’ Eurovision’ teilzunehmen. Bei dem ganzen musikalischen Talent ist das quirlige Gute-Laune-Mädchen dennoch bodenständig geblieben. Sie möchte ihr Abitur machen und auch ein Studium an einer guten Universität kommt für sie in Frage. Von dem Gewinn von 100.000 Euro würde sich das Naturkind sehr gern ein Pferd kaufen.

x

Lucas Wecker – Geiger aus Kiel (Schleswig Holstein)

Schon im zarten Alter von vier Jahren entdeckte Lucas in einem Musikhandel die Geige für sich. Seitdem spielt er täglich und setzt alles daran wie sein größtes Vorbild, Nigel Kennedy, zu werden. Dabei kommt das Kind-Sein aber nicht zu kurz: Als großer Sponge-Bob Fan sammelt Lucas vom Poster bis zum Playstation Spiel alles zur Comicfigur und zeichnet sogar eigene Comics. Zu seinen Hobbys gehören Malen, Bücher schreiben, Federballspielen, und nebenher findet das Wunderkind sogar noch Zeit, seiner Mutter im Haushalt zu helfen! An den Wochenenden fahren Mutter und Sohn gerne raus aus der Stadt. Mit Familienkutsche „Speedy“ (Mercedes, Baujahr 1985) machen sie sich dann regelmäßig auf den Weg zu Lucas’ liebstem Ausflugsziel, dem Hansapark Sierksdorf. Für diesen Themenpark in der Nähe von Grömitz hat Lucas sogar eine Jahreskarte! Sollte Lucas „Das Supertalent 2008“ werden, weiß er auch schon genau, was er sich mit dem Gewinn von 100.000 Euro kaufen würde: Eine eigene Geige (bisher spielt er auf einer geliehenen), eine E-Geige, wie auch Nigel Kennedy sie hat, viele Geigenstunden- und einen DVD Recorder!