Montag, 24. November 2008, 10:37 Uhr

Dakota Fanning rechtfertigt Vergewaltigungs-Szene

Sie nennt es künstlerische Freiheit: Jungstar Dakota Fanning verteidigt die Szene in ihrem neuen Film “Hounddog”, in der sie vergewaltigt wird.  Weil die 14-Jährige die Szene, in der ihr Vater sie missbraucht, ohne Körperdouble gedreht hat, greift die Presse die Mutter der Schauspielerin an:  Sie solle wegen Kinderpornografie ins Gefängnis geschickt werden, heißt es in den letzten Tagen immer wieder. Die 14-Jährige selber kann die ganze Aufregung über das Gezeigte nicht verstehen. Sie stellt klar, dass Szenen wie diese zu ihrem Beruf gehören und keineswegs real sind: „Es ist ein Film und da geht es ums schauspielern“, kommentiert sie knapp.

Paul Bettany, der den Vergewaltiger mimt, hat ihr geholfen, mit der Szene klar zu kommen, verrät Fanning. „Die Szenen mit Paul Bettany, der meinen gewalttätigen Vater spielt, waren eine Herausforderung und er ist darin sehr angsteinflößend. Aber in Wirklichkeit ist er einer der nettesten Menschen, die du treffen kannst“, schildert sie.

Die brutale Szene beinhalte eine wichtige Aussage des gesamten Filmes, beschreibt Fanning weiter. „Ich habe diesen Film gemacht, weil meine Rolle der Welt zeigt, dass man Dramen im Leben überstehen kann, ohne sich für alle Zeiten von ihnen definieren lassen zu müssen“, erklärt die Blondine und ergänzt: „Mein Charakter hat so viele andere Interessen und Talente – nur, weil ihr etwas Schreckliches zugestoßen ist, bedeutet das nicht, dass sie nicht ein tolles Leben haben kann.“

Genau wegen dieser positiven Aussage hat sich Fanning entschlossen, die Geschichte zu spielen. Sie unterstreicht: „Ich wollte den Film machen, weil ich denke, er könnte jemandem, der das vielleicht selber erlebt hat, helfen und ihn darin bestärken, das Unglück zu überwinden.“

Die Schauspielerin, die demnächst in ‚The Secret Life of Bees’ neben Queen Latifah und Kate Hudson zu sehen sein wird, schwärmt außerdem, sie bleibe ein Fan des Buches von Sue Monk Kidd, auf dem ‚Hounddog’ basiert. „Es ist immer noch eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Es hat mich wirklich mitgerissen“, lobt sie das Werk.

 

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