Mittwoch, 26. November 2008, 12:03 Uhr

Boy George: Neue schmutzige Details im Callboy-Prozeß

Angeblich soll Culture-Club-Sänger Boy George den norwegischen Callboy Audun Carlsen zum Oralverkehr gedrängt haben, obwohl er wusste, dass Carlsen HIV-positiv ist. Die Vorwürfe kamen vor Gericht ans Licht: George steht wegen Freiheitsberaubung unter Anklage, nachdem er Carlsen, der bei einem Begleitservice arbeitet, während eines Nacktfotoshootings in seiner Londoner Wohnung mit Handschellen fesselte und mit einer Kette auspeitschte. Der verteidigende Anwalt Adrian Waterman fragte Carlsen gestern im Gerichtssaal: “Sie hatten George gesagt, dass sie HIV-positiv sind, und er wollte dennoch Oralverkehr mit Ihnen?” Die Antwort schockte alle Anwesenden.* “Sehr richtig. Nach fünf Sekunden sagte ich ‘Nein'”, beschreibt Carlsen die dramatische Situation. Der 29-Jährige berichtet außerdem, dass George sehr wütend darüber gewesen sei, dass er keinen Sex mit dem Sänger haben wollte. “Als er Sex wollte, sagte ich ihm, dass ich dafür nicht da wäre”, erklärt der Kläger, und begründet seine Unlust so: “Er ist nicht jemand, den ich als attraktiv empfinde.”
George kann scheinbar kein ‘Nein’ vertragen, sinniert Carlsen weiter, und ergänzt: “Er war ziemlich wütend darüber, dass ich keinen Sex mit ihm haben wollte. Ich denke, das war der Auslöser – warum er ausgerastet ist.”
Der auf den bürgerlichen Namen George O’Dowd hörende Musiker und sein Begleiter hatten sich auf einer Schwulen-Website kennengelernt. Im vergangenen Januar buchte der Star Carlsen dann als Model für ein Fotoshooting.  Der junge Mann besuchte den 47-jährigen Exzentriker zu Hause, wo das versaute Shooting stattfand. Währenddessen soll George angeblich versucht haben, Carlsen oral zu befriedigen. Zusätzlich ist von Kokainmissbrauch die Rede. Letztendlich durfte Carlsen nach 12 Stunden das Haus verlassen und erhielt 230 Euro Gage. George seinerseits warf daraufhin Carlsen vor, seinen Computer manipuliert zu haben, was Carlsen allerdings dementierte. (BangMedia)

*) Wer sich oral befriedigen lässt (Cunnilingus/Fellatio), dessen Risiko ist praktisch gleich Null. Eine Infektion könnte hier nur durch den Speichel des Partners erfolgen. Da der Speichel von HIV-positiven Menschen nur sehr wenige Viren enthält, kann man in diesem Fall von einem nur „theoretischen“ Risiko sprechen. Diese Situation ändert sich jedoch, sobald Blut mit ins Spiel gerät, z.B. durch starkes Zahnfleischbluten.