Donnerstag, 27. November 2008, 12:53 Uhr

Boy George Callboy: "Er wollte meinen Arsch versohlen"

Für Boy George wird es ernst: Gestern hatte das der Escort- und Callboy Audun Carlsen gegen den Sänger vor Gericht ausgesagt und behauptet, George sei vom Schlagen besessen. Vor allem auf seinen Hintern habe er es abgesehen gehabt. Carlsen verriet pikante Details von einem Fotoshooting, bei dem auch Drogen mit ihm Spiel gewesen sein sollen. Zur Dekoration habe der Sänger Carlsen Ketten und Lederriemen angelegt. “Er wollte meinen Arsch versohlen. Er war davon wie besessen”, so das vermeintliche Opfer. Glaubt man dem 29-Jährigen, so hat George ihn mit Ketten geschlagen und gezwungen, gegen seinen Willen Handschellen anzulegen. “Er fragte mich, ob ich ein paar Handschellen umlegen möchte, und ich sagte: ‘Ich möchte keine Handschellen, aber ich kann Ketten um meine Gelenke legen.’ Ich wollte nicht gefesselt sein.”
Boy George, mit bürgerlichem Namen George O’Dowd, und Carlsen hatten sich über die Homosexuellen-Plattform Gaydar im Internet kennengelernt. Im Januar hatte der Popstar den Bisexuellen für einen “Model-Job” gebucht.
Carlsen begab sich daraufhin in das Haus des 47-Jährigen. Dort soll es zu sexuellen Handlungen während des Shootings gekommen sein. Beide Männer sollen auch Kokain konsumiert haben. George hat bislang nur zugegeben, Carlsen in Handschellen gelegt zu haben. Allerdings widerspricht der Musiker dessen Behauptung in Sachen Freiheitsentzug. Die Verhandlung wird fortgesetzt.