Donnerstag, 04. Dezember 2008, 12:35 Uhr

"Popstars"-Jurymitglied Sido teilt aus: "Tränenausbrüche sind inszeniert"

Seit Wochen sitzt Paul Würdig (28), besser bekannt als Sido bei der Castingshow “Popstars” in der Jury. Jetzt – gut zwei Wochen vor dem Finale – übt er rattenscharfe Kritik an der Sendung. Einer der erfolgreichste Rapper Deutschlands sagte: “Es war anders als ich mir vorgestellt habe, ich dachte, es ist echt. Keines von den Mädchen ist echt!” Sido wirft den Teilnehmerinnen vor, sie seien nicht authentisch. Sobald die Kamera laufe, würden sie sich anders verhalten. Selbst Tränenausbrüche seien kalkuliert: “Die wissen: ‘Heute muss ich mal weinen, die brauchen ein paar Tränen hier in der Sendung, dann weine ich mal.’ Das machen die von ganz alleine. Das kann ganz schön abgebrüht und eklig sein.” Die Produzenten der Sendung achteten darauf, solche Kandidatinnen auszusuchen, die sich entsprechend verhalten.

Im Interview mit der SWR-Sendung “Dasding” kritisierte Sido auch die Leistung der Teilnehmerinnen. “Alle Mädels, die jetzt noch da sind, haben eine gute Stimme. Aber nichts besonderes.” Insgesamt hätten sie nicht das Zeug zum Star-Dasein. Lediglich Gabriella steche aus den Kandidatinnen heraus: “Die hat eine Stimme, die berührt einen, die ist besonders. Und ihre natürliche Art ist authentisch. Das ist für mich das einzige Stück Star-Appeal, das es da im Moment noch gibt bei ‘Popstars’.”

Das Interview mit Sido sendet DASDING heute Abend ab 20 Uhr in der Hiphop-Sendung “Sprechstunde”.