Sonntag, 07. Dezember 2008, 9:31 Uhr

George Clooney in Berlin

Höhepunkt der ZDF-und “Bild”-Gala “Ein Herz für Kinder” war der Auftritt von Oscarpreisträger George Clooney, der den mit 150.000 Euro dotierten Ehrenpreis “Das Goldene Herz 2008” für Hilfsorganisationen im Sudan, wie das AMEL Center, entgegennahm. “Es ist mir eine große Ehre, diesen Preis zu erhalten – stellvertretend für diese mutigen Männer und Frauen, die nicht  ausreisen durften, um heute Abend hier zu sein”, sagte Clooney. “Wenn ich das nächste Mal zu ihnen reise, werde ich das Herz mitnehmen und  die Leute wissen lassen, dass ihre schwere Arbeit gewürdigt wird.” Mit 15.105.639 Euro erreichte die TV-Spendengala gestern einen neuen Spendenrekord. Das sind fast drei Millionen Euro mehr als der Spendenrekord vom letzten Jahr – und das trotz Finanzkrise. Nach der Gala war George Clooney mit Geschäftsfreunden zum Dinner beim Edel-Italiener “Bocca di Bacco” in Berlin. Drei Stunden später fuhr er zurück ins Hotel.

Die von Thomas Gottschalk moderierte ZDF-Livesendung der BILD-Hilfsorganisation war ein Fernsehabend der Superlative mit vielen bewegenden Momenten und Rückblicken. FOTOS

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Eine Weltpremiere erlebten die Zuschauer, als die ersten Bilder der Berliner Sechslinge, deren Geburt am 16. Oktober weltweit Aufsehen erregt hatte, gezeigt wurden. Thomas Gottschalk hatte die vier Mädchen und zwei Jungen sowie ihre Eltern in der Berliner Charité besucht. “Es ist ein großes Wunder. Man wacht jeden Tag auf
und glaubt es immer noch nicht”,  erklärte die Mutter. “Ein Herz für Kinder” unterstützt die Familie bei der Bewältigung ihrer großen familiären Herausforderung. Sie erhalten unter anderem eine sechsfache Erstlingsausstattung, Hilfestellung bei der Betreuung der Kinder für zu Hause sowie ein Auto für den Transport der Großfamilie.

Für bewegende Momente sorgten auch die von prominenten Paten unterstützten Projekte, die dringend Spendenhilfe benötigen: Sarah Connor stellte “Ein Zuhause für Kinder” in Bremen vor, wo Kindern aus sozial schwachen Familien Liebe, Zuwendung und Zeit geschenkt wird. Maybrit Illner machte auf das Schicksal tibetischer, von den Eltern getrennt lebender Flüchtlingskinder aufmerksam, die in den Kinderdörfern des Dalai Lama in Indien liebevoll betreut werden. Die Schwester des Dalai Lama, Jetsun Pema, “Mutter” aller tibetischen Flüchtlingskinder war eigens für die Jubiläumsgala nach Berlin gekommen. Hape Kerkeling berichtete von dem Projekt “DREAM” in  Mosambik, mit dessen Hilfe die HIV-Übertragung von Mutter zu Kind stark reduziert werden kann.