Mittwoch, 10. Dezember 2008, 14:39 Uhr

Blur: "YouTube" ist Schuld an der Wiedervereinigung

Die Jungs von ‘Blur’ gestehen, dass sie sich erst versöhnt haben, nachdem sie alte Videos von sich im Internet angesehen hatten. Die Band hatte am gestrigen Dienstag bekannt gegeben, nächstes Jahr im Londoner Hyde Park live auftreten zu wollen, und damit die seit einiger Zeit grassierenden Spekulationen um eine mögliche Wiedervereinigung beendet.
Nun gaben ‘Blur’ bekannt, dass sie nur dank des Videoportals ‘YouTube’ wieder zusammen gefunden haben. Gitarrist Graham Coxon verrät in einem Interview: “Ich habe die alte Magie von ‘Blur’ durch ‘YouTube’ wiederentdeckt.” Frontmann Damon Albarn ging es genauso: “Ich war online und schaute mir eine Menge alter Sachen von uns an, um mich daran zu erinnern, wie es war. Und plötzlich fühlte es sich wieder richtig an.”
‘Blur’ hatten seit 2002, als Graham Coxon die Band vor dem Arbeitsbeginn am bislang letzten Album ‘ Think Tank’ verließ, nicht mehr gemeinsam ein Studio betreten.
Seitdem sind alle verschiedene Wege gegangen. Coxon legte eine Solokarriere hin, während Albarn weiter mit Bands wie den ‘Gorillaz’ und ‚’The Good, the Bad and the Queen’ Erfolge einfuhr und das eigene Musical ‘Monkey: Journey to the West’ schrieb. Bassist Alex James hängte hingegen die Musik an den Nagel und wurde Käsefarmer, während sich Drummer Dave Rowntree seinem Jurastudium widmete.
James schwärmt über die Wiedervereinigung: “Es ist, als hätten wir das ‘A Team’ für einen letzten Auftrag zusammen getrommelt. Wir mussten Rowntree aus der Uni herausschneiden!” Der Weg dahin war zäh, beschreibt der Musiker die jüngsten Bemühungen: “Ich dachte schon, es würde nicht mehr soweit kommen, und plötzlich schreien alle: ‘Los, los, los!’ Es ist sehr aufregend.” ‘Blur’ werden am 3. Juli im Londoner Hyde Park spielen und angeblich sogar das diesjährige ‘Glastonbury Musikfestival’ im Juni eröffnen.