Donnerstag, 11. Dezember 2008, 21:23 Uhr

Madonna in Chile der Unzucht bezichtigt

Pop-Diva Madonna ist vorgeworfen worden, sie “ermutige zu unreinen Gedanken”. Die Sängerin ist gestern Abend zum ersten Mal überhaupt in dem lateinamerikanischen Land Chile aufgetreten. Ihr war allerdings bereits ihr kontroverses Image vorausgeeilt, und sie musste öffentlich geäußerte kirchliche Schelte wegstecken. Bei einer Messe, in der des verstorbenen ehemaligen Diktators Augusto Pinochet gedacht wurde, erklärte der katholische Kardinal Jorge Medina Estevez, die Musikerin sei “auf unglaublich schamlose Weise” in das Land eingereist. Die Vorverurteilungen interessieren die Fans aber offenbar einen Scheißdreck: Mehr als 120.000 Menschen sollen erwartungsgemäß den beiden geplanten Konzerten beiwohnen. Viele zelteten sogar bis zu drei Tage lang unter offenem Himmel, um sich einen guten Platz bei der Pop-Performance im ‚Estadio Nacional‘ von Santiago zu sichern. Bereits 1987 und 1990 hatte Papst Johannes Paul II. zum Boykott von Madonna-Konzerten aufgerufen – mit ähnlicher Wirkung. (BangMedia)