Montag, 15. Dezember 2008, 14:52 Uhr

Popstars: Das große Interview mit den sechs Finalistinnen (Teil 1)

Am Donnerstag ist es soweit, dann geht die diesjährige Staffel von “Popstars” zu Ende und eine neue Girlband wird geboren. Die sechs noch verbliebenen Finalistinnen sprechen über ihre Gefühle und Ängste kurz vorm Finale. Heute der erste Teil des großen Interviews mit den dreien, die die letzte Chance haben, in die Band “Queensberry” zu kommen.
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Gespräch mit Finalistin Antonella

Wie schlimm ist das Gefühl noch nicht in der Band zu sein?
Antonella: „Nicht so schlimm. Es ist nur komisch, dass  andere schon drin sind. Denn wir drei durchleben trotzdem all das, was die Bandmitglieder durchleben und sind dabei manchmal ein bisschen die Outsider.“

Du warst zwei Mal für die Band nominiert und zwei Mal hat es nicht geklappt …
Antonella: „Ich habe immer gehofft, dass mein Name fällt. Beim zweiten Mal war die Enttäuschung viel größer. Da wussten wir auch noch nicht, ob wir überhaupt ins Finale kommen oder was danach passiert. Außerdem fand ich meine Leistung gut genug für die Band. Um ehrlich zu sein: Ich habe schon sehr damit gerechnet, es zu schaffen. Das wirft einen ganz schön zurück, macht einen einfach traurig.“

Wie bereitest du dich jetzt aufs Finale vor?
Antonella: „Ich möchte viel Kontakt zu meinen Fans haben, damit sie für mich anrufen. Und dann werde ich natürlich hart an der Performance arbeiten. Ich werde ins Fitness Center gehen und an meiner Kondition arbeiten. Ich will mich einfach absichern, damit im Finale nichts schief gehen kann.“

Wie schätzt du deine Chancen ein, in die Band zu kommen?
Antonella: „Ich glaube, die stehen gar nicht so schlecht. Was ich von meinen Fans mitbekomme ist gut. Sie stehen alle hinter mir. Ich hoffe, viele Leute rufen an.“

Warum sollen die Zuschauer dich wählen?
Antonella: „Weil ich am besten in die Band mit dieser Konstellation passe. Weil ich es am meisten von allen will. Weil ich das Zeug zum Popstar habe.“

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Gespräch mit Finalistin Katharina

Du bist nicht noch nicht in der Band. Wie schlimm ist das Gefühl?
Katharina: „Für mich ist das sehr, sehr schlimm. Ich komme mir oft vor wie das fünfte Rad am Wagen. Man ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Man ist zwar da, aber man gehört nicht wirklich dazu. Das ist ganz komisch.“

Wie bereitest du dich aufs Finale vor?
Katharina: „Ich sammle noch einmal meine Kräfte. Was wir hier machen, ist ganz schön Kräfte raubend. Ich werde noch einmal alle Texte durchgehen, versuchen, nicht zu nervös zu sein. Ich werde versuchen so zu sein, wie vor  jeder Show. Dann konzentriere ich mich nur auf den Moment und meine Performance und blende aus, worum es wirklich geht. Erst danach denke ich daran ‚Das war das Finale, jetzt kommt die Entscheidung. Oh Gott’.“

Wovor hast du am meisten Angst?
Katharina: „Dass ich stimmlich versage. Wenn ich zu aufgeregt bin, hört man das bei mir sehr extrem. Dann kommt nicht das raus, was ich hören will. Ich möchte nicht versagen. Da würde ich mir so richtig in den Arsch beißen.“

Was hast du während der ganzen POPSTARS-Zeit über dich gelernt?
Katharina: „Ich kann stark sein. So kannte ich mich selber nicht. Ich hätte nie gedacht, dass man so viel aus einem Menschen rausholen kann. Am Anfang war ich das graue Mäuschen, pummelig, unscheinbar, schüchtern. Meine Persönlichkeit ist gereift, ich bin stärker geworden.“

Warum sollen die Zuschauer dich wählen?
Katharina: „Obwohl ich so spät dazu gekommen bin, habe ich mich aufgerappelt, alles gegeben und dabei sogar manche Mädchen überholt. Sie sollen mich wählen, weil ich in den letzten Wochen gezeigt habe, was ich kann. Die Leute sollen weiterhin Vergnügen mit mir haben und meine Platten hören. Ich will in die Band, weil ich stark bin und es einfach kann.“

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Gespräch mit Finalistin Patricia

Du bist dreimal für die Band nominiert gewesen und dreimal hat es nicht geklappt …
Patricia: „Ein schlimmes Gefühl. Deshalb habe ich vor dem Finale auch sehr große Angst.“

Wovor hast du am meisten Angst?
Patricia: „Die meiste Angst habe ich davor zu versagen. Nicht nur, dass ich nicht in die Band komme, sondern eher, dass ich in der Branche nicht bestehen kann und das will ich unbedingt. Ich möchte mir einfach gerne etwas aufbauen, ich habe hier so viel geschafft, bin 1000 Mal über meine Grenzen gegangen. Jeder Hügel, jeder Berg ist zu bewältigen, das habe ich auch bei POPSTARS gelernt.“

Wie bereitest du dich aufs Finale vor?
Patricia: „Ich bereite mich mental, psychisch und physisch aufs Finale vor. Weiter geht’s nun mal nicht, das ist das Ziel, dann ist POPSTARS vorbei. Wenn es nicht klappen sollte, kann ich mir grade gar nicht vorstellen, wieder in die Schule zu gehen.“

Wie schätzt du deine Chancen ein, in die Band zu kommen?
Patricia: „Meine Konkurrenz ist sehr hart. Trotzdem glaube ich, dass ich gute Chancen habe, weil ich eben dreimal da oben stand, die Zuschauer kennen mich, sie wissen, was ich kann.“

Warum sollen die Zuschauer dich wählen?
Patricia: „Die Zuschauern kennen mich durch all die Monate, durch den Workshop, durch das Bandhaus. Sie sollten gesehen haben, welchen Willen  ich habe. Ich war dreimal kurz davor in die Band zu kommen. Sie sollten mich einfach wählen, weil sie mich wollen, weil sie mich in der Band sehen wollen und nicht weil ich sage: ‚Bitte wählt mich!’ Sie sollen einfach sehen, dass ich es will und dass ich dazu geboren bin.“

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Fotos: ProSieben/Bernhard Kühmstedtx

Der zweite Teil folgt! Stay tuned!