Donnerstag, 18. Dezember 2008, 14:44 Uhr

Fernsehpreis "Der Goldene Günter" für die peinlichsten Ausrutscher 2008

Zum ersten Mal wurde der neue und äußerst putzige Fernsehpreis “Der Goldene Günter” vergeben. Ausgezeichnet werden fragwürdige Leistungen von Personen oder Unternehmen im  vergangenen Jahr. Inspiriert wurde die neue Auszeichnung durch den früher ARD-Programmdirektor Günter Struve. Er bezeichnete den Auftritt von  Lady Bitch Ray in der Sendung “Schmidt & Pocher” im Frühjahr diesen Jahres als “ziemlich ui-jui-jui”. In Ehrung dieser charmanten, aber deutlichen Kritik, verleiht das Medienmagazin DWDL.de ab sofort jährlich den “Goldenen
Günter”. Die weniger ernst gemeinten Kategorien und die wiederum umso ernster gemeinten Gewinner werden von der Redaktion bestimmt.

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Die diesjährigen Preisträger des “Goldenen Günter”:

Realitätsfremdeste Geschäftsprognose:
Ex-Premiere-Chef Michael Börnicke – für seine Aussage, mittelfristig mit Premiere 10 Millionen Abonnenten erreichen zu wollen.

Pannenserie des Jahres:
“Tagesthemen” – für die Flaggen-Pannen im Sommer 2008

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Sinnloseste Live-Übertragung:
ARD, ZDF, n-tv und N24 – für Live-Bilder von Eisbär Flockes erstem Ausflug ins Freigehege im Frühjahr 2008

Größte Irreführung der TV-Zuschauer:
“TV Movie Digital” – für die sinnfreie Unterteilung der Fernsehsender in Free- und Digital-TV

Peinlichster TV-Flop der Öffentlich-Rechtlichen:
“Bruce” – für den inhaltlich und quotentechnisch größten Reinfall der ARD 2008

Interview-Aussage des Jahres:
Das Vierte-Gesellschafter Dmitrij Lesnewski – für seine in der Branche beschmunzelte Aussage, “vielleicht zehn Milionen, vielleicht 40” bei seinem neuen Sender investieren zu wollen

Zuschauerbeleidigung des Jahres:
“Uri Geller Live – UFOS & Aliens” – für die Dreistigkeit von ProSieben und Constantin Entertainment, dem Publikum derartigen  Unsinn anzubieten

Stümperhafteste Notfallplanung bei einem Großevent:
UEFA – für den weltweiten Bildausfall beim EM-Halbfinal-Spiel Deutschland-Türkei

Programmierungsdesaster des Jahres:
VOX – für die riskante und völlig erfolglose tägliche Programmierung der Gameshow “Power of 10”

Öffentlichkeitswirksamste Kündigung:
Elke Heidenreich – für ihren emotionalen Kommentar zum Eklat beim Deutschen Fernsehpreis, der sie letztlich den Job beim ZDF kostete.

Dreisteste Zuschauer-Abzocke:
Kanal Telemedial – für die unglaubliche Idee, den Zuschauer per Anruf zu einem “Energieausgleich” von 30 Euro aufzufordern