Donnerstag, 25. Dezember 2008, 9:56 Uhr

Das Rennen um die Oscars ist eröffnet

Ab morgen geht es in die heiße Phase der Oscar-Nominierungen, die am 22. Februar verliehen werden. Die Academy of Motion Picture Arts & Sciences verschickt ihre Stimmzettel und erste Spekulationen um Preisträger machen die Runde. Als heißeste Favoritin für gleich zwei Oscars wird Kate Winslet gehandelt. Sie könnte für ihre Filme “Der Vorleser” und “Zeiten des Aufruhrs” nominiert werden. Damit sich Kate nicht selbst Konkurrenz macht, tritt sie für die “Vorleser”-Verfilmung von Bernhard Schlinks Roman als Nebendarstellerin an. Winslet nackt im “Vorleser”: FOTOS

Auf eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin können aber auch Angelina Jolie („Der fremde Sohn“), Kristin Scott Thomas („So viele Jahre liebe ich dich“) und Anne Hathaway („Rachels Hochzeit“) hoffen. Meryl Streep könnte ihren Rekord von 14 Oscar-Nominierungen erhöhen. Statt mit „Mamma Mia!“  ihr dies dank der Verfilmung des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Theaterstücks „Glaubensfrage“ gelingen.
In der Kategorie “Bester Hauptdarsteller” zeichnet sich ein Zweikampf zwischen Sean Penn und Mickey Rourke ab. Penn räumte für seine Rolle in “Milk” bereits mehrere Preise ab, Rourke überzeugte in seinem Comeback-Film “The Wrestler”. Schon seit Wochen wird Heath Ledger als “Bester Nebendarsteller” gehandelt. Kritiker erklärten bereits, für seine Darstellung des “Joker” in “The Dark Knight” solle der verstorbene Schauspieler mit einem Oscar ausgezeichnet werden. Die Oscar-Nominierungen sollen an Ledgers erstem Todestag bekannt gegeben werden, ein gutes Omen für die Freunde und Fans des Schauspielers.
Auch Deutschland hat Chancen auf eine Oscar-Nominierung. “Der Baader Meinhof Komplex” wurde ins Rennen geschickt. Das RAF-Drama tritt allerdings gegen die Rekordzahl von 66 nicht-englischsprachigen Konkurrenten an.

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Kaum wieder zu erkennen: Mickey Rourke am Dienstag beim Verlassen der
“Late Show With David Letterman” im Ed Sullivan Theatre. FOTO: WENN