Freitag, 02. Januar 2009, 13:45 Uhr

Eurovision Song Contest: Andrew Lloyd Webber bettelt bei Putin um Punkte

In Russland überläßt man bekanntlich gar nichts dem Zufall und Großväterchen Staat mischt sich in alles ein. Zu einem äußerst bizarren Treffen der besonderen Art kam es kürzlich angesichts des bevorstehenden Eurovision Song Contest in Moskau. Musical-Nervensäge Sir Andrew Lloyd-Webber traf den Russen-Ministerpräsidenten Wladimir Putin auf dessen Datsche. Webber drohte damit, dass er in diesem Jahr den britischen Beitrag “Lied für Europa” schreiben wolle und sei fest “entschlossen, dafür die Unterstützung der höchsten Repräsentanten zu bekommen” – daher sein Treffen mit dem “mächtigsten Mann der Welt “. Der Knaller kommt aber erst noch. Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin teilte nach dem Gespräch mit, dass er beim nächsten Eurovision Song Contest für die Sänger aus Großbritannien stimmen und dem Königreich damit zu seinem lang erhofften Sieg verhelfen wolle. FOTOS
Lloyd Webber, der Komponist von “Cats” und “Phantom der Oper” schreibt auf seiner Internetseite über Putin: “Obwohl er auf dem Feld der globalen Politik einer der mächtigsten Männer ist, wird sein telefonisches Votum lediglich so gewertet werden wie das irgendeines anderen Russen.” Ja aber wieso? Putin muß seinem Volk doch nur den Befehl erteilen für Großbritannien zu stimmen.

Bei der nächsten Endrunde in Moskau werden wieder nationale Jurys der Teilnehmerländer den Ausgang mitbestimmen. Die Jurys vergeben in Zukunft die Hälfte der Stimmen, die andere Hälfte vergibt weiter das jeweilige TV-Publikum per Telefonabstimmung.
Dieses Jahr feiert er Andrew Lloyd Webber seinen 60. Geburtstag und 40-jähriges Bühnenjubiläum.