Montag, 05. Januar 2009, 13:16 Uhr

RTL-Dschungelshow: Sonja Zietlow und Dirk Bach verraten Einzelheiten

Viermal dürfen sie noch in kuscheligen Betten schlafen – dann startet für zehn Prominente im australischen Dschungel die vielleicht größte Herausforderung ihres Lebens: Am Freitag um 22.15 Uhr, melden sich Sonja Zietlow und Dirk Bach erstmals live aus dem RTL-Dschungelcamp, dann startet “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”. 16 Tage lang müssen die zehn Stars ohne die Annehmlichkeiten ihres gewohnten Lebens auskommen. Stattdessen warten wilde Tiere als Nachbarn, Reis und Bohnen zum Essen und nervenaufreibende Dschungelprüfungen unter Aufsicht von Dschungelexperte Dr. Bob.

Die täglichen Ereignisse im Dschungelcamp kommentieren Sonja Zietlow und Dirk Bach, deren augenzwinkernde Moderationen bereits Kultstatus genießen. Im Interview sprechen beide jetzt über ihre reichhaltigen Dschungel-Erfahrungen, ihre Lieblingsprüfungen und den idealen Kandidaten:

x

Interview mit Sonja Zietlow

Sonja, wir sind gespannt auf die neue Staffel von ‘Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!’ Was erwartet uns in diesem Jahr?

Sonja Zietlow: Es gibt neue Prüfungen. Die Engländer sind ja schon in der neunten Staffel, und die denken sich immer noch was Neues aus. Für uns ist das manchmal selbst etwas zu viel. Wir nehmen dann immer ein paar Viecher weg.

Welche Prüfungen mögen Sie nicht?

Sonja Zietlow: Was ich auf jeden Fall nicht mag, ist, wenn irgend so ein Zeugs gegessen wird. Ich mag da nicht hingucken. Wobei, wenn ich irgendjemanden überhaupt nicht leiden kann, dann guck ich mir das schon an.

Ihre Moderation mit Dirk Bach ist mittlerweile schon Kult geworden. Wie muss man miteinander harmonieren, damit es so gut funktioniert?

Sonja Zietlow: Dirk und ich ticken gleich und haben denselben Sinn für Humor. Das ist großartig und saukomisch.

Sie sind mittlerweile dschungelerprobt. Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann auch mal unten im Dschungelcamp zu sitzen?

Sonja Zietlow: Würde ich es nicht mittlerweile das vierte Mal moderieren, hätte ich es mir schon vorstellen können, da mal rein zu gehen, weil ich persönlich das wirklich als Erfahrung betrachte. Ich würde gerne wissen, wie ich reagiere, weil ich mir so denke, dass ich das relativ locker durchziehen würde. Aber das ist natürlich leicht gesagt.

Gibt es Tiere, die Sie nicht mögen?

Sonja Zietlow: Haie. Gott sei Dank gibt es die im Dschungel nicht. Ansonsten leben ja die Tiere da und nicht ich. Und daher akzeptiere ich auch jedes Viech. Ich habe überhaupt keine Angst vor Schlangen. Spinnen sind auch in Ordnung. Allerdings lebt dort auch die giftigste Spinne der Welt. Da wäre ich dann schon vorsichtig. Was wir ja auch sind.

Wer wäre denn ihr Wunschkandidat im Dschungelcamp?

Sonja Zietlow: Alle sagen ja immer, den wünsch ich mir im Dschungelcamp aus reiner Schadenfreude. Das ist bei mir wirklich nicht der Fall, weil ich weiß, dass wir und die dort unten auch immer großen Spaß haben. Manchmal auch nicht. Ich würde zum Beispiel gerne einmal einen Oliver Kahn dort sehen, um einfach mal hinter diese Fassade zu schauen. Kann er kooperativ sein, kann er im Team arbeiten?

Wie sieht ein optimaler Dschungelkandidat aus?

Sonja Zietlow: Entweder muss er gut aussehen oder anderweitig bekannt sein. Und er muss immer noch den Hang zur Realität haben, dass er auch mal aus seiner Haut fahren kann. Das ist ganz wichtig. Man muss da einfach auch mal ’Scheiße’ schreien und heulen. Alles total schauspielern und für die Kamera spielen geht gar nicht.

x

Fotos: RTL/Pick

x

Interview mit Dirk Bach

Dirk, was für Neuerungen gibt es in der Show?

Dirk Bach: Das weiß man noch nicht, da lassen wir uns überraschen. Wir hatten beim letzten Mal viele neue Spiele dabei, Sachen, die wir alle noch nicht kannten. Wie das mit dieser riesigen Wasserrutsche. Michaela Schaffrath und Isabel Edvardsson sahen herrlich aus in diesen kleinen Bikinis und dem vielen Wasser.

Gibt es Prüfungen, die Sie besonders gerne mögen, wo Sie besonders schadenfroh sind?

Dirk Bach: Schadenfroh bin ich ja nie, weil mir die Stars grundsätzlich schon Leid tun, was sie da alles tun müssen, obwohl sie Nein sagen könnten. Deswegen hält sich dann das Mitleid am Ende wieder in Grenzen. Am liebsten mochte ich bisher die Spiele, als sie mit dem Rad über das riesige Tal auf dem Drahtseil fahren mussten.

Sie sind mittlerweile ein erfahrener Dschungelmann. Könnten Sie sich vorstellen, statt zu moderieren, selbst einmal ins Camp zu gehen?

Dirk Bach: Nein, niemals. Ich würde auch nicht Tanzen gehen oder Eisschuhlaufen, oder was es sonst so an Prominenten-Übungen gibt. Das ist nicht so meins.

Gibt es Tiere, die Sie besonders abstoßend finden?

Dirk Bach: Nein, kein einziges. Ich liebe die alle und fasse sie auch alle gern an. Ich habe auch mit allen zu tun, außer mit denen, bei denen man mir verbietet, sie anzufassen. Wie die giftigen Frösche zum Beispiel. Ansonsten nehme ich sie auch in den Arm und setze sie auf mich drauf.

Ihre Outfits werden sicher wieder spektakulär sein?

Dirk Bach: Ich hoffe das sehr. Die macht ein ganz toller Kostümbildner, Andreas Janczyk, schon von Anfang an. Da sitzt jemand dran, der sich sehr viele Gedanken macht und versucht, was Lustiges für 16 Shows zu kreieren.

Wie sieht ein optimaler Dschungelkandidat aus?

Dirk Bach: Man muss auf alle Fälle zäh sein. Weil es doch sehr anstrengend ist. Jetzt mal abgesehen von den Kameras und dem ganzen Zeug drum herum. Es ist einfach nicht angenehm, zwei Wochen in einem Regenwald zu verbringen. Das steht einfach fest. Es ist ganz sicher kein Urlaub. Da ist alles da, was giftig ist. Wir können das leider nicht rauskehren. Wir können nur aufpassen, dass den Kandidaten nichts passiert.

Gibt es irgendwelche No-Goes, die man tunlichst vermeiden sollte im Camp?

Dirk Bach: Vor der Kamera? Die können gar nicht so sehr darauf achten, was sie vor der Kamera machen, da sie ja einfach überleben müssen. Sie sollten sich nicht verstellen, das heißt, wenn sie zum Beispiel gern über jemanden herziehen, dann sollten sie das auch tun, wenn nicht, dann nicht.

x

Alles über Sonja Zietlow

Sonja Zietlow wurde in Bonn geboren und ist eine der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Moderatorinnen. Sie startete zu ihrer Fernseh-Karriere vom Steuerknüppel einer Boeing: Sonja Zietlow war Verkehrsflugzeugführerin der Lufthansa (sie flog die Boing 737). Sie ließ sich beurlauben, um für das Fernsehen zu arbeiten: Ihre ersten Schritte unternahm sie als Moderatorin für die erfolgreiche und preisgekrönte Kindersendung “Bim Bam Bino” (Kabel 1) sowie für die interaktive, jugendorientierte Spielshow “Hugo”, in die Zuschauer per Telefon eingreifen konnten. Anschließend gehörte Sonja Zietlow zum Moderatorenteam von “Cult” (Kabel 1) und führte bei RTL 2 durch die Sendung “Hotzpotz”. Ferner arbeitete sie bei SAT.1 als “Außenreporterin” der Primetime-Show “Pack die Zahnbürste ein“. Von Januar 1997 bis Januar 2001 moderierte sie die Talkshow “SONJA” (SAT.1). Im Frühjahr 2001 wechselte die Wahlmünchnerin zu RTL und moderierte die Quizshow “Der Schwächste fliegt!”. Mit “Deutschlands klügste Kinder” präsentierte Sonja Zietlow ´01 ihre erste eigene Samstagabendshow bei RTL. Dann folgte im März ´02 “Deutschlands klügste Lehrer” und im September ´02 “Deutschlands klügste Bürgermeister”, “Der SMS Weltrekord” sowie im Oktober ´02 “Deutschlands klügste Geistliche und Priester”. Im September ´03 präsentierte sie erfolgreich die zweite Ausgabe von “Deutschlands klügste Kinder” und im Oktober ´03 “Der große Führerscheintest”. Im Januar 2004 präsentierte Sonja Zietlow gemeinsam mit Dirk Bach die erste Staffel von “Ich bin ein Star – holt mich hier raus”. Im April die Stunt-Show “Fear Factor”. Ab Oktober folgte die zweite Staffel der Dschungelshow. Dafür wurde sie mit dem Preis “Woman-of-the-year 2004” des Männermagazins Maxim ausgezeichnet. Im Januar 2005 startete ihre erfolgreiche Rankingshow “Die 10”. Im Frühjahr 2005 moderierte sie live aus “Teufels Küche” und zum Jahresende 2005 und 2006 “Die 25”. Im Juni 2007 ging sie gemeinsam mit Götz Otto in “Entern oder Kentern” unter die Sommerpiraten, 2008 moderierte sie bei RTL gemeinsam mit Dirk Bach „Ab durch die Wand“ und „Die Sonja & Dirk Show“. Privat treibt sie viel Sport (Golf, Tennis, Wasserski, Bogenschießen) und ist seit Mai 2003 mit dem Autor Jens Oliver Haas verheiratet.

x

x

Alles über Dirk Bach

Ob Theater, Oper, Musical, Film, Fernsehen, Comedy – Dirk Bach ist überall in seinem Element. Eigentlich wollte der gebürtige Kölner (Jahrgang 1963) Regisseur werden. Aber in seiner ersten Rolle, in Heiner Müllers “Prometheus” (1978), entdeckte er die Liebe zur Schauspielerei. Seinen großen Durchbruch feierte Dirk Bach 1984 in Walter Bockmeyers legendärer Inszenierung der “Geierwally”. Unzählige weitere nationale und internationale Theater- und Musicalengagements folgten. Parallel zu seiner Bühnenarbeit baute Dirk Bach seine Fernsehkarriere aus. Neben zahlreichen Auftritten in TV-Produktionen (u.a. Kir Royal, RTL-Samstag-Nacht, Das Nest, Sylter Geschichten) erhielt er mit der “Dirk-Bach-Show” 1992 seine erste eigene Show bei RTL. Von 1995 bis 2001 spielte der Komiker die Hauptrolle in der erfolgreichen ZDF-Comedy-Serie “Lukas”. Zwischen 2002 und 2003 war Dirk Bach beim ZDF als “Der kleine Mönch” zu sehen. 2004 spielte er bei RTL in der Comedy-Reihe “Hella und Dirk”. Im Januar 2004 moderierte er mit Sonja Zietlow bei RTL die erste und im Oktober und November 2004 die zweite Staffel der Dschungelshow “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”, die dritte Staffel folgte im Januar 2008. 2004 und 2006 stand er gemeinsam mit Barbara Schöneberger für RTL in acht “Mania Shows” vor der Kamera. 2006 präsentierte er bei RTL “Die Promiküche” sowie 2006 und 2007 “Frei Schnauze”. 2008 moderierte er bei RTL gemeinsam mit Sonja Zietlow „Ab durch die Wand“ und „Die Sonja & Dirk Show“.
Daneben spielte er in bedeutenden Kinofilmen, wie z.B. neben Hape Kerkeling in “Kein Pardon” oder mit Martina Gedeck in “Frau Rettich, die Czerni und ich”. Auch in den RTL-TV-Movies “Crazy Race” stand er vor der Kamera. Neben seiner umfangreichen Film- und Fernseharbeit produziert das kölsche Multitalent auch Musik-CD´s und Hörbücher. Der erfolgreiche Moderator präsentierte auch mehrere CSD-Galas in Köln, den 30. Geburtstag der “Maus”, die UNICEF-Gala “Lachen tut gut” und den Deutschen Filmpreis 2002. Daneben ist Dirk Bach auch als Synchronsprecher (u.a. “Der kleine Eisbär”, “Urmel aus dem Eis”) tätig. Zudem engagiert er sich stark für die Tierschutzorganisation “PETA” und die Kölner Aidshilfe. Ausgezeichnet wurde Dirk Bach mit dem “Telestar” (1996), dem “Deutschen Comedypreis” (1999), der “Goldenen Kamera” (2001) und dem Preis der Schallplattenkritik (2003). 2007 erhielt er zum zweiten Mal den “Deutschen Comedypreis”.