Donnerstag, 08. Januar 2009, 0:07 Uhr

Dschungelcamp: Die Quotentranse über ihren Penis und Nico Schwanz

Lorielle London, formely known as Lorenzo Woodard, zieht in das Ekelcamp von RTL und macht uns ab Freitagnacht den Küblböck. Denn das garantiert einen hohen Unterhaltungsfaktor. Derzeit ist Lorenzo dabei, sich als „Lorielle London“ völlig neu zu erfinden. Tag und Nacht, in guten wie in schlechten Zeiten, strebt diese junge Dame danach, ihren zukünftigen Weg mit neuem Selbstbewusstsein als Frau zu gehen. Und deshalb besteht sie auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf nur eins: “Ich bin eine Frau!”

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Wie genau dürfen wir Sie denn nun nennen?
Lorielle London: Mein voller Name ist Lorielle London. Man darf mich aber auch Lorielle nennen oder das abkürzen mit Lory. Nur Lorenzo darf man nicht mehr sagen. Da werde ich ganz böse. Lorenzo ist vorbei, den habe ich irgendwo bei Tante Trude in Buxtehude vergraben. Der ist nicht mehr da.

Was reizt Sie an „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ?

Lorielle London: Das war eine spontane Entscheidung. Ich habe einfach zugesagt und gedacht, ok, Lorielle London macht so was einfach. Die geht in den Dschungel. Lory Glory von damals oder Lorenzo wären wahrscheinlich nicht gegangen, aber Lorielle London schon. Sie setzt sich mit ihren Ängsten und Phobien auseinander. Ich bin ja ein ganz sensibles Ding und habe Angst vor Schlangen und Spinnen, wie jedes andere Mädchen auch und es ist für mich eine Herausforderung. Man geht natürlich auch hin um zu gewinnen, das ist ganz klar. Mein Ziel ist es zu gewinnen.

Gab es lange Überlegungen? War es vielleicht auch einmal ein großer Wunsch, in den Dschungel zu gehen?

Lorielle London: Nein, es war noch nie ein großer Wunsch in den Dschungel zu gehen, weil ich einfach immer schon sehr große Phobien hatte. Wenn ich mir die Show im Fernsehen angeschaut habe, dachte ich immer, meine Güte, da hat irgendwie keiner so richtig Angst. Also die sind zwar ein bisschen pikiert, aber letztendlich wurden ja selten Dschungelprüfungen verweigert. Und das hat mich schon überrascht. Ich weiß nicht, ob ich da immer so durchhalten werde im Dschungel.

Und warum dann dieser Schritt?

Lorielle London: Das war wirklich eine ganz spontane Entscheidung. Ich überlege mir die ganze Zeit – auch mit den ganzen Operationen, mit den neuen roten Haaren – was ist für Lorielle London wichtig und was macht sie aus? Dass sie sich erstens mit ihren Ängsten auseinandersetzt, und dass sie als Persönlichkeit reift. Und ich glaube – und das wird wahrscheinlich jeder sagen, der im Dschungel war – dass er dort gewachsen ist. Dass er sich mit seinen Ängsten auseinandergesetzt hat, mit denen man sich im normalen Leben nicht so wirklich auseinandersetzt. Als kleines Kind musste ich in ein neues Zimmer ziehen, wenn irgendwo eine Spinne in meinem Kinderzimmer war. Da bin ich nie wieder hineingegangen. Ich habe immer riesengroßes Theater Zuhause gemacht. Und das mache ich heute noch. Wenn eine Spinne in meinem Schlafzimmer auftaucht, schlafe ich dort nicht mehr. Das ist kein Scherz. Und das ist natürlich doof und schwierig, aber ich hoffe, dass ich im Dschungel darüber hinwegkomme. Da sind ja auch Fachleute und dieser eine Arzt, Dr. Bob. Ich hoffe, dass er mir ein bisschen hilft.

Darüber hinaus, Sie sprechen gerade die Tiere an, wo hat man denn noch Bedenken und Ängste, wenn man dort reingeht?

Lorielle London: Was für mich ganz schlimm ist: ich habe mein Auto nicht mehr. Ich liebe mein Auto und bin leidenschaftliche Autofahrerin. Oder zum Beispiel die Tatsache, dass ich die erste Transsexuelle bin, die ins Dschungelcamp geht. Ich habe noch ein männliches Geschlechtsmerkmal und leider noch so manche Dinge an meinem Körper, die sehr männlich sind. Das wird echt schwer, die zu verstecken.

Wie wollen Sie das verstecken?

Lorielle London: Ich hoffe, dass Sonja und Dirk mir Tape mitgeben werden, damit ich das mal wegkleben kann, falls ich eine Dschungelprüfung im Bikini machen muss. Da habe ich schon Angst vor, wenn ich dann ins Wasser gehe, alles ist schön glatt weggeklebt und dann steige ich aus dem Wasser und die Leute sagen, huch, wo kommt das denn her, weil sich das Tape löst oder irgendwas raus fällt. Dann müssen die einen schwarzen Balken reinblenden, damit man das nicht sieht. Was für eine Horrorvorstellung. Ich brauche jetzt ganz viel Vorbereitung. Das wird ganz schwierig.

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The Power Of Photoshop. Fotos: RTL/Stefan Gregorowius

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Sie sind die erste Transsexuelle im Camp und haben gerade wieder ein paar OPs machen lassen. Glauben Sie, dass das jetzt noch irgendwelche Probleme aufwerfen wird?

Lorielle London: Ich habe natürlich mit meinem Chirurgen gesprochen, ob ich mich operieren lassen kann, wenn ich bald körperlichen Anstrengungen ausgesetzt bin. Man hat mich gefragt, wann das sein wird und dann festgelegt, wie viel Zeit ich brauche, bis alles heilt. Wir haben alles kalkuliert und berechnet und ich hatte genug Zeit, damit alles verheilt. Das wird nicht das Problem sein. Es kann immer was passieren. Aber ich glaube nicht, dass, wenn was passiert, es mit meinen Eingriffen verbunden sein wird.

Wie werden die Zuschauer Sie sehen? Sie haben eine neue Frisur. Tragen Sie Extensions?

Lorielle London: Ja, im Dschungel werde ich natürlich meine Extensions tragen. Ich habe schon überlegt, mit natürlichem Haar hinzugehen, weil es ja auch authentisch sein soll. Ich glaube nicht, dass Menschen, die wirklich im Dschungel leben, Extensions haben. Aber ich werde diesen Dschungelleuten, die so leben und Kakerlaken essen, zeigen, dass man sich auch im Dschungel ein bisschen hübsch machen kann. Also, Haarverlängerung!

Sie haben unter anderem auch Ihre Brüste machen lassen. Ist eine Ihrer großen Ängste, dass eine Frau größere Brüste hat als Sie?

Lorielle London: Ich bin mir sicher, dass es Frauen gibt, die größere Brüste haben als ich. Aber das ist halt so. Ich hatte eine Brustvergrößerung und wurde gefragt, wie viel ich haben möchte. Man hat mir angeboten auch 1200 ml rein zu machen als jetzt diese 600 ml pro Seite, aber das wollte ich nicht. Ich wollte nicht aussehen wie ein Busenwunder. Ich hätte auch überhaupt kein Problem damit, wenn da eine Frau mit größeren Brüsten im Camp ist. Für sie finde ich das schön. Wenn sie sich wohl fühlt mit großen Brüsten, aber für mich soll es so sein, wie es ist. Ich habe mir ja auch den Po und die Hüften aufspritzen lassen. Vielleicht wird das ja dann das Highlight, obwohl das ja nicht so in meinem Interesse liegt. Ich möchte natürlich als Person glänzen und mit meinen Aufgaben, die ich gut bewältige und weniger mit Körperteilen, an denen was gemacht wurde. Das überlasse ich lieber anderen. Ich finde es eigentlich nicht so toll, wenn man so riesige Brüste hat. Ich habe lieber ein D-Körbchen. Das ist für mich ok.

Und trotzdem wird es wahrscheinlich jeder sehen. Es ist ja nicht so, dass Sie sich verstecken werden?

Lorielle London: Nein, ich habe da schon einen schönen Bikini mit.

Dadurch, dass Sie sich körperlich komplett verändert haben, schlagen Sie auch eine völlig neue Schiene ein. Viele Dschungelbewohner haben im Nachhinein den Dschungel als Plattform und Chance genutzt. Sehen Sie das auch für sich?

Lorielle London: Natürlich. Als ich zuerst angefragt wurde, habe ich gezögert. Dann hat mir mein ganz toller Manager, der aus Las Vegas kommt und Leute wie Paris Hilton und andere ganz große Stars kennt, gesagt: ‚Hör mal, wenn du dich dort so gibst, wie du wirklich bist, dann ist das für dich ein absolutes Sprungbrett.’ Ich glaube, dass Reality-Shows meine Stärken sind, weil viel über Sympathie geht. Und wenn man den Leuten sympathisch ist, wird man gerne gesehen. Das heißt, wenn ich mich dort so gebe, wie ich bin und sympathisch rüberkomme, die Menschen mich dann vielleicht noch ein paar Jahre sehen wollen. Natürlich ist das dann auch ein Sprungbrett. Und ich möchte gewinnen, so ein schönes Diadem auf dem Kopf tragen und sagen, ich bin die Dschungelkönigin. Aber Dschungelkönigin hört sich so alt an. Vielleicht lieber Dschungelprinzessin? Aber die ist wahrscheinlich Zweite oder Dritte. Dann doch lieber Dschungelkönigin.

Das ist Ihnen schon wichtig?

Lorielle London: Das ist mir sehr wichtig. Ich habe ja schon bei ein paar Shows mitgemacht, wo man entweder als Sieger oder Verlierer rausgeht. Bei DSDS habe ich ja auch gehofft, dass ich vielleicht unter die letzten drei komme und bin dann Achte geworden. Und das war für mich wirklich schwer, dass ich so überraschend rausgeflogen bin. Ich möchte jetzt auch einmal ein Erfolgserlebnis haben. Ich bin auch jemand, der bei Spielen mit der Familie immer verliert. Ich spiele keine Brettspiele, weil ich immer verliere. Und ich möchte einmal in meinem Leben etwas gewinnen. Das ist wirklich so und kein Scherz, ich verliere immer und möchte einmal gewinnen.

Jetzt kennen Sie ja schon viele Prüfungen mit Schlangen und Schwimmratten, oder Kakerlaken fallen auf Sie drauf oder Sie essen irgendwelche ekelige Sachen. Wovor graut Ihnen am meisten?

Lorielle London: Am meisten hätte ich Angst, wenn mir so eine Spinne oder eine Schlange über meine Brust kriecht oder in meine Haare. Fürchterlich! Das wäre ganz schlimm für mich.

Sie sind ja eher jemand, der sehr gern Luxus um sich hat. Wie gehen Sie mit dem Luxusverzicht um?

Lorielle London: Ganz schwer. Luxusverzicht ist für mich ein ganz schwieriges Thema. Das ist für mich eigentlich das Schlimmste, schlimmer als die Insekten und das ganze Zeugs. Ich weiß noch nicht, wie ich das machen soll. Ich darf ja zwei Luxusartikel mitnehmen und ich werde auf den letzten Drücker entscheiden, was ich mitnehme.

Was damit einhergeht, ist ja gewissermaßen auch das Schamgefühl. Wie kommen Sie damit klar, dass Sie letztendlich vor allen Augen und auch hörbar auf Toilette gehen?

Lorielle London: Ich weiß, dass in der Toilette keine Kameras sind, aber davor wohl. Na ja und da sieht man auch nicht anders aus als sonst.

Aber mit dem Schamgefühl haben Sie ein Problem?

Lorielle London: Ich habe ein großes Problem mit dem Schamgefühl, aber da muss man nun einmal durch. Wenn man sich auf so etwas einlässt, muss man da durch und muss sich vorstellen, dass es viele, viele Menschen gibt, in Afrika, Australien, überall in der Welt, die so Leben und den ganzen Luxus hinter sich lassen. Wir Menschen sind ja eigentlich nicht gemacht, um uns mit Luxus zu umgeben. Adam und Eva damals hatten auch keinen Luxus. Die haben so gelebt, wie Gott sie schuf und das finde ich ganz toll. Ich zum Beispiel, die immer von Luxus umgeben ist, ich hoffe, dass ich mich dann irgendwann im Laufe der Show daran gewöhne und es toll finde. Ich kann es mir jetzt noch nicht vorstellen, aber das wäre mein Wunsch, so zu leben, wie wir Menschen eigentlich leben sollten. Ernähren von Insekten und einfach die Natur genießen.

Nun sind Sie ja jemand, der seinen Körper ziemlich offen und auch gerne zeigt.

Lorielle London: Nein, das stimmt nicht. Ich zeige meinen Körper ungern, mein Dekolleté schon, aber der Rest ist ausbaufähig. Und wie gesagt, ich bin noch nicht ganz vollständig operiert und das ist auch noch so ein Problem. Ich werde versuchen, so viel zu verdecken wie möglich.

Glauben Sie, dass es im Lager auch mal krachen kann, wenn so viele Leute aufeinander hocken? Dass es auch mal zu einem Lagerkoller kommt?

Lorielle London: Bei mir ist das so, wenn mir wirklich jemand auf den Zeiger geht, dann lasse ich das auch raus. Aber da muss mir wirklich jemand richtig auf den Zeiger gehen. Das dauert richtig lange, bis ich verärgert bin. Ich bin ein ganz, ganz fröhlicher Mensch und bin grundsätzlich keinem Menschen böse und freue mich auf jede Persönlichkeit, die anders ist als meine. Ich finde auch die Herausforderung toll, dass man irgendwie damit klar kommen muss, dass man sich verstehen muss. Da freue ich mich drauf. Ich bin gespannt. Ein bisschen Angst habe ich schon, dass da jemand dabei ist, mit dem man sich nicht versteht, weil ich nicht deswegen teilnehme, um mich zu streiten.

Es werden wieder attraktive Männer dabei sein. Macht das die Zeit angenehmer?

Lorielle London: Falls ein attraktiver Mann ins Dschungelcamp geht, dann hoffe ich, dass ich mich endlich verlieben werde und eine Familie gründen kann. Das wäre so toll. Lorielle, die Dschungelkönigin, hat die große Liebe ihres Lebens gefunden.

Was halten Sie von Nico Schwanz?

Lorielle London: Ich kenne Nico Schwanz und dachte erst, oh Mann, warum nicht jemanden, den ich nicht kenne? Muss das denn sein? Also ich kann schon mal eines sagen, mit Nico Schwanz wird nichts laufen. Wir haben uns mal kennengelernt und uns ganz gut verstanden. Er ist ein wenig gaga im Hirn, aber so ein ganz Netter. Ich würde ihn niemals an meine Seite lassen. Er ist gar nicht mein Typ, viel zu geleckt und ich will doch auch nicht Schwanz heißen. Wenn ich den heirate, heiße ich Lorielle Schwanz. Hallo? Bitte, ich bin froh, wenn ich meinen los bin, da will ich nicht noch einen neuen Schwanz bekommen. Sorry, das ist wohl gerade mit mir durchgegangen.

Würden Sie einen anderen an sich ranlassen?

Lorielle London: Ja.

Vor der Kamera?

Lorielle London: Ich bin ja noch unberührt und wenn ich wirklich verliebt bin, wer weiß? Vielleicht im Tümpel? Aber da ist, glaube ich, auch ein Wasserfall. Das wäre toll. Sex unterm Wasserfall. Mir ist ja auch immer so heiß. Ich habe immer so eine Körperhitze. Da bin ich dann direkt ein bisschen abgekühlt, wenn ich da unterm Wasserfall wäre. Hoffentlich ist da jemand Heißes dabei, Nico Schwanz schon mal nicht.