Mittwoch, 07. Januar 2009, 13:08 Uhr

Jett Travolta: Urne von Scientology-Bus in Florida empfangen

Hollywoodstar John Travolta hat Medienberichten zufolge seinen toten Sohn in seinen Armen gewiegt und geschluchzt, es tue ihm leid. Die privaten Details stammen von einem Augenzeugen: Der Rettungssanitäter Tarino Lightbourn brachte den 16-jährigen Jett ins Krankenhaus, nachdem dieser auf den Bahamas bewusstlos auf dem Badezimmerfußboden seines Hotelzimmers aufgefunden worden war. Laut den Aussagen des Mediziners brach John Travolta völlig zusammen und presste sich an den Körper seines Sohnes, nachdem klar war, dass der Teenager verstorben war.

“John ging hinter den Krankenhausvorhang, er hatte Tränen in den Augen”, beschreibt Lightbourn den herzzerreißenden Abschiedsmoment, und plaudert weiter munter drauflos: “Ich konnte die Trauer sehen. Ich konnte die Liebe für seinen Sohn in seinen Augen sehen.” Travolta richtete noch ein paar letzte Worte an sein Kind. “Als er seinen Sohn umarmte, sagte er ‘Es tut mir leid, Jett.’ Und ich denke, er hat damit gemeint: ‘Es tut mir leid Jett, ich habe alles getan, was ich konnte'”, philosophiert der Sanitäter.

Lightbourn erinnert sich gut an sein Eintreffen am Unfallort: Travolta leistete erste Hilfe bei seinem Jungen, während seine Frau Kelly Preston daneben stand. Der Teenager litt an der so genannten Kawasaki-Krankheit, bei der die Patienten jederzeit mit Krampfanfällen rechnen müssen.

Als der Notarzt die Versorgung übernahm, begann Travolta zu weinen und zu beten. “Er weinte, seine Augen waren rot”, erinnert sich Lightbourn. “Ich erinnere mich daran, dass er zum Himmel gesehen und geschrien hat: ‘Gott, bitte hilf mir!'” Doch weder Gott, noch die Ärzte konnten den jungen Mann noch retten: Jett wurde kurze Zeit nach seiner Ankunft im ‘Rand Memorial’-Krankenhaus in Freeport, Grand Bahama, für tot erklärt.

Die am vergangenen Montag durchgeführte Autopsie soll unterdessen bewiesen haben, dass der Tod durch einen Krampfanfall verursacht worden ist. Danach ist Jetts Körper eingeäschert und vom ausgebildeten Piloten Travolta am gestrigen Dienstag nach Hause zu seiner Familie nach Florida geflogen worden. Das Flugzeug landete auf dem Flughafengelände der Stadt Tampa, wo ein Minibus der ‘Scientology’-Kirche bereitstand, um die Familie abzuholen. Sowohl Travolta, als auch Preston sind treue Anhänger der Glaubensrichtung.

Ein Sprecher der Trauernden gab indessen bekannt, dass der Leichenschmaus gestern Abend gehalten wurde, während die Beerdigung für den heutigen Mittwoch geplant ist.

Douglas Thompson, Travoltas Biograf und enger Freund, enthüllt, dass der Schauspieler eine Wohltätigkeitsorganisation in Jetts Namen gründen möchte. Im Rahmen dieser Einrichtung will der kultumrankte Schauspieler sich vor allem gegen Chemikalien in häuslichen Mitteln einsetzen, weil er Zeit seines Lebens davon überzeugt gewesen war, dass giftige Putzmittel die Krankheit seines Sohnes ausgelöst haben. Thompson drückt sein Mitgefühl wie folgt aus: “Ich will gar nicht erst versuchen, den Schmerz und die Pein zu verstehen, die John im Moment empfindet. Sein Bestreben, Jett zu schützen, hat ihm alles abverlangt. Dieser Verlust wird ihn zu Boden reißen.”