Donnerstag, 08. Januar 2009, 12:12 Uhr

Travolta: Heute privater Scientology-Gottesdienst für Sohn

Heute verabschiedet sich John Travolta im Rahmen eines privaten Scientology-Gedenkgottesdiensts von seinem kürzlich verstorbenen Sohn. Der 54-Jährige und seine Frau Kelly Preston planen auf ihrem Anwesen in Florida eine Feier im Gedenken an den 16-jährigen Jett, der am vergangenen Wochenende nach einem Anfall in einem Hotel auf den Bahamas ums Leben gekommen war. Zu dem Gottesdienst sollen andere prominente Scientologogen wie Tom Cruise, Oprah Winfrey und Kirstie Alley eingeladen sein. Ein führender Scientologe wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Predigt halten.

Ein Freund der Familie beschreibt Travoltas gegenwärtige Gefühlslage: “Vergesst, dass John ein Hollywood-Star ist. Er ist nur ein leidender Vater, der damit Probleme hat, den Verlust seines geliebten Sohnes zu akzeptieren.” Der US-Schauspieler plant dem Vernehmen nach zudem, sich eine Auszeit von seinem stressigen Beruf zu nehmen, um über den Tod hinwegzukommen. Der Insider weiter: “Er ist nicht bereit, sich der Öffentlichkeit zu stellen – und er wird es für eine ganze Weile nicht sein. Der Schmerz ist zu frisch. Er und Kelly werden lange brauchen, um sich davon zu erholen.”

Jett hatte seit seiner Kindheit an dem seltenen ‚Kawasaki-Syndrom‘ gelitten. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, bei der sich die inneren Organe und Blutgefäße immer wieder entzünden. Damit die Krankheit eingedämmt wird, nahm Jett Medikamente. Allerdings setzten seine Eltern diese ab, da das Promi-Paar fürchtete, die Medikamente schadeten der Gesundheit des Jugendlichen.

Ein Scientology-Gottesdienst besteht auch wie Zeremonien in anderen Religionen aus Musik und Lobesreden. Allerdings sind die Gläubigen der Meinung, es gebe keinen Himmel und keine Hölle – vielmehr wird man in einem anderen Körper wiedergeboren.

Ein Sprecher von Scientology verdeutlicht die Bedeutung der Abschiedszeremonie so: “Bei dem Gottesdienst haben die Familie und die Freunde des Verstorbenen die Möglichkeit, auf Wiedersehen zu sagen. Sie können der Person dafür zu danken, was sie in ihrem Leben getan hat, und ihr viel Glück für ihre nächste Lebenszeit zu wünschen.”