Dienstag, 13. Januar 2009, 10:15 Uhr

Britney Spears: Comeback kommt viel zu früh

Der ehemalige Manager des singenden Stehaufmännchens Britney Spears ist der Meinung, sie habe ihr Comeback zu früh gefeiert. Johnny Wright hat in seiner Karriere mit Popgrößen wie Janet Jackson, Justin Timberlake, ‘N Sync’ und den ‚Jonas Brothers’ gearbeitet und kennt sich aus im Musikgeschäft. Laut ihm hätte Spears mit ihrem Schritt zurück ins Rampenlicht noch warten und stattdessen lieber daran arbeiten sollen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Er stellt klar: „Ein Comeback ist nicht das, was ich mir für Britney wünsche. Alle ihre lebenswichtigen Beziehungen sind zerrissen. Sie wurde zweimal geschieden, hat das Sorgerecht für ihre Kinder verloren und wird jetzt wieder als Geldmaschine missbraucht.“ Der Szenekenner befürchtet, dass die 27-Jährige unter dem neuen Druck zusammenbrechen könnte. „Es ist zu früh für sie, um wieder ein Teil des Business zu sein, in dem sie dazu gezwungen wird, Geld zu verdienen“, betont Wright.

Ob der Manager Recht behält, bleibt zu erwarten. Letztes Jahr veröffentlichte Spears unter Beifall der Kritiker ihr aktuelles Album ‚Circus’ und macht sich bereit, dieses Jahr auf Welttournee zu gehen.

Trotz des erneuten Erfolgs ihrer Platte steht die Musikerin unter der Fuchtel ihres Vaters Jamie und ihres Anwalts Andrew Wallet: Die beiden haben die vollständige Kontrolle über ihr Privatleben und treffen alle geschäftlichen Entscheidungen. So kümmern sie sich seit Britneys Zusammenbruch im letzten Jahr um ihr Anwesen.

Auch in diesem Punkt wettert Wright vor sich hin: Er ist der Meinung, die Blondine sollte das Recht auf ein eigenes Leben haben, bevor sie eine Serie von grauenhaften Konzerten hinlegt, weil sie nicht 100 % hinter ihrer eigenen Karriere steht. „Zu Beginn hatte sie die Gewissheit jederzeit aufhören zu können“, stellt ihr Exmanager in einem Interview mit dem Magazin ‚OK!’ klar. Jetzt kommt eine Auszeit nicht mehr in Frage, weiß Wright und verdeutlicht das Problem: „Heute denkt sie: ‚Ich habe 170 Leute auf meiner Gehaltsliste, mein Vater hat seinen Job geschmissen, meine Mutter verlässt sich total auf mich und ich kann keine Pause einlegen.’“

Die Situation zwischen Britney und ihrem Vater findet Wright unzumutbar. Er betont: „Wenn ein Elternteil zum Angestellten seines Kindes wird, fängt er automatisch an, sich über eine Entlassung Sorgen zu machen. Deswegen hören sie auf, Eltern zu sein, um weiter bezahlt zu werden.“

Der frühere Chef von Britney spürt, dass sie nicht mit ganzem Herzen bei der Sache ist und lieber das Handtuch schmeißen würde. „Britney muss da draußen mit Madonna konkurrieren, aber die will es wirklich. Britney zu sehen, wie sie alles nur für Geld macht, ist kein gutes Zeichen. Es bedeutet, dass sie es vielleicht nicht so sehr will, wie die Künstler um sie herum“, sinniert Wright.