Samstag, 17. Januar 2009, 18:22 Uhr

Südkorea ganz verrückt nach Tom Cruise

Bevor Tom Cruise  am Dienstag in Berlin einreitet, befindet er sich im Rahmen der Promotion-Tour zu seinem höchst umstrittenen Stauffenberg-Film auf Good-Will-Tour durch eine Reihe Länder. Gestern Abend machte er Station in Seoul und gab – wie stets gewohnt – stundenlang Autogramme.

Dem Magazin “Focuis” sagte der 46-Jährige: „Ich sehe mich als Filmemacher, und da ging es mir darum, eine wichtige Geschichte zu erzählen, die ich so noch nie gesehen habe. Und damit in Amerika und im Rest der Welt Leute zu konfrontieren, die glauben, alle Deutschen seien Nazis und am Holocaust beteiligt gewesen.” Von der Aufregung in Deutschland sei er überrascht gewesen: „Ich persönlich habe das auch nie so erfahren”, erklärte der Hollywood-Star. „Wir, unser Team und meine Familie, sind wunderbar in Deutschland behandelt worden. Wir hatten eine tolle Zeit in Babelsberg und haben auch im Alltag, auf der Straße, immer nur positive Erfahrungen gemacht. Das muss man einfach von den Dingen trennen, die da gesagt oder geschrieben wurden.”

Cruise habe sich unlängst auch mit Paramount-Boss Sumner Redstone getroffen habe, der ihn 2005 rausgeworfen hatte. Beide sprachen über einen vierten Teil von „Mission: Impossible“. „Redstone ist auch ein netter Mensch”, kommentierte Cruise die überraschende Aussöhnung. „Das gehört zu den Gesetzen, zum Sportsgeist des Filmemachens. Das ist Hollywood!”

“Tom Cruise fehlt einfach die Coolness” – Franz Schenk Graf von Stauffenberg über den Stauffenberg-Film: Mehr

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Foto: WENN