Montag, 19. Januar 2009, 13:01 Uhr

Boy George arbeitet im Knast in der Kantine

Die britische Pop-Ikone Boy George geht einer neuen Beschäftigung nach: In seiner neuen Bleibe, dem Pentonville-Gefängnis im Norden Londons, arbeitet er in der Knastkantine. Der Musiker der 80er-Jahre Band Culture Club war am vergangenen Freitag zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er einen männlichen Prostituierten der Freiheit beraubt hat. Nun verdient er mit seiner neuen Betätigung ganze sechs Pfund (6,65 Euro) die Woche. Ein Insider erklärt dazu: “Es würde zu Problemen führen, wenn er irgendwelche Privilegien erhielte. Die Leute müssen in der Regel Wochen warten, bevor sie einen guten Job angeboten bekommen.” Das Gefängnisleben stößt dem bislang im Luxus schwelgenden Barden sauer auf: Als erste Mahlzeit musste Boy George sich mit in der Mikrowelle aufgewärmtem Fisch, Pommes und Birnenkompott begnügen. Der Alleswisser verrät weiter: “Es hat fad geschmeckt. Das muss ein Schock für ihn gewesen sein. Die Haftbedingungen sind ärmlich, und dasselbe gilt für das Essen – ganz anders, als er es gewohnt ist. Im Gefängnis sind alle gleich. George ist sehr still. Er hat nicht geweint, aber er ist geistig abwesend, und schläft viel.” Der bekennende Homosexuelle ist darüber hinaus beim Briefeschreiben in seiner Zelle abgelichtet worden. Angeblich lebt er hinter Gittern in der ständigen Angst, wegen seiner sexuellen Orientierung tätlich belangt zu werden. Richard Lyttle, der mit dem Musiker während der Untersuchungshaft in der selben Zelle saß, erzählte: “Er hat sie ganze Zeit geschluchzt und gesagt: ‘Ich kann nicht ins Gefängnis. Sie werden mich töten.'” (BangMedia)