Montag, 26. Januar 2009, 20:34 Uhr

Matt Damon findet James Bond abartig

Wenn es nach fanatischen Fans der Filmfigur ginge, kostete ihn das die Karriere: US-Schauspieler Matt Damon ist der Meinung, der britische Geheimagent James Bond sei widerwärtig. Damon spielt seit Jahren den CIA-Agenten Jason Bourne in den ‘Bourne Identität’-Streifen, hält aber erdenklich wenig vom englischen Kollegen seiner Filmfigur: Für den 38-jährigen Amerikaner ist das von Ian Fleming ersonnene Geschöpf alles andere als ein Held. “Er ist abstoßend”, sagt Damon über Bond, der zurzeit vom Briten Daniel Craig verkörpert wird.

Das Lästermaul legt noch einen drauf: “Bond ist ein Imperialist, ein Frauenhasser und ein Soziopath, der rumläuft, Frauen vögelt, Martinis säuft und Leute umbringt.” Die gesamte Machart der Bond-Filme findet Damon langweilig. Er kritisiert, dass Bond nicht überrascht: “Die Filme folgen einem Muster, daran halten sie fest, und das bringt ihnen viel Kohle ein. Sie wissen, was sie tun, und das werden sie weiterhin machen.”

Die böse Zunge des Akteurs könnte von einer vorangegangenen Enttäuschung herrühren: Eigentlich sollte Damon den 20iger-Jahre Gangster Eliot Ness in dem neuen Film ‘Torso’ verkörpern. Die Regie hätte David Fincher übernehmen sollen, dessen Hit ‘Der seltsame Fall des Benjamin Button’ zurzeit für unglaubliche 13 Oscars in der Endauswahl steht. Das Projekt ist allerdings wegen der aktuellen Finanzkrise auf Eis gelegt worden: Die Filmbosse bei ‘Paramount Pictures’ fürchteten, sie würden mehr als 127 Millionen Euro in den Wind blasen.

Ein Insider aus Studiokreisen erklärt die Problematik so: “Paramount will ‘Torso’ immer noch machen, aber sie wollen kein hohes Risiko auf sich nehmen, was die Einnahmen angeht.” Ganz verloren schein ‘Torso’ also noch nicht zu sein. Der Szenekenner macht Damin indirekt Hoffnung: “Wenn sie es nicht schaffen, die ganze Summe aufzutreiben, könnten andere Studios einspringen.” (BangMedia)