Dienstag, 27. Januar 2009, 14:08 Uhr

John Travolta: Krankenpfleger der Erpressung angeklagt

Ein Sanitäter ist auf den Bahamas offiziell beschuldigt worden, einen Erpressungsversuch in Höhe von 25 Millionen Dollar (18,9 Millionen Euro) gegen Hollywood-Star John Travolta unternommen zu haben. Der Angeklagte Tarino Lightbourn erklärte sich allerdings  am gestrigen Montag laut Richterin Carolitha Bethel für nicht schuldig.

Obwohl viele Details der Affäre im Vagen liegen, gab Staatsanwalt Bernard Turner bekannt, noch auf der Suche nach einem “spezifischen Dokument” zu sein. Es wird vermutet, dass sich die ganze Aufregung um eine Aufnahme des 16-jährigen Travolta-Sohn Jett handelt, die gemacht worden sein soll, als der bereits leblose Junge ins Spital transportiert wurde. Jett Travolta war am vergangenen 2. Januar infolge eines nicht näher spezifizierten “Anfalls” im Badezimmer seines Hotelzimmers auf den Bahamas gestorben.

Die Polizei denkt im Augenblick offenbar, dass sie des Dokumentes nie habhaft werden wird, wenn sie Lightbourn wieder auf freien Fuß lässt. Der Mann soll am morgigen Mittwoch dem Haftrichter in Nassau vorgeführt werden. Lightbourn war der erste Rettungssanitäter gewesen, der in das Hotel kam, um Jett nach seinem Anfall zu behandeln.

Bislang haben die Polizeibeamten bereits zwei weitere Menschen in Verbindung mit dem Erpressungsversuch verhört: Senatorin Pleasant Bridgewater und den ehemaligen Tourismusminister Obie Wilchcombe, ein langjähriger Freund der Travoltas. Bridgewater ist seither der Beihilfe zur Erpressung bezichtigt und gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 40.000 Dollar (30.000 Euro) auf freien Fuß gelassen worden. Daraufhin erklärte sie umgehend ihren Rücktritt vom Senatorenamt.

Die Politikerin erklärte nach Bekanntwerden der Anschuldigungen gegen sie im Wortlaut: “Ich versichere den Menschen auf den Bahamas, dass ich komplett und total unschuldig bin. Ich gebe mich damit zufrieden, dass ich in vollem Maße rehabilitiert sein werde, wenn die ganze Geschichte ans Tageslicht kommt.”

Wilchcombe war nach der Vernehmung wieder freigekommen, ohne dass Anklage gegen ihn erhoben worden war. Auch er beteuert seine Unschuld und spricht von “lächerlichen und absurden” Vorwürfen. Reginald Ferguson, Kommissar der Royal Bahamian Police, betonte hingegen: “Wilchcombe ist vorläufig freigelassen worden, aber die Ermittlungen laufen noch.” (BangMedia)

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