Mittwoch, 28. Januar 2009, 12:16 Uhr

John Travolta wollte Sohn nicht ins Krankenhaus einliefern

Im Erpressungsfall von John Travolta ist jetzt ein so genanntes ‘Transportverweigerungs-Dokument’ aufgetaucht, das angeblich beweist, dass der Hollywoodstar nicht wollte, dass sein im Sterben liegender Sohn ins Krankenhaus gebracht wird.

Das Schreiben enthüllt Medienberichten zufolge, dass Travolta und seine Frau Kelly Preston nicht glücklich darüber waren, dass Jett nach seinem Krampfanfall am 2. Januar auf den Bahamas ins Spital eingeliefert werden sollte.
Die Klatschseite ‘TMZ.com’ meldet, dass das Dokument “beschreibt, wie John Travolta den Notärzten erklärte, er wolle seinen Sohn lieber nach Florida fliegen, als ins Krankenhaus bringen zu lassen, das 45 Minuten weit weg war”. Es wird weiter behauptet, dass Travolta erst nach einer Weile begriff, dass keine Zeit für einen Flug in die USA vorhanden war, und einem Transport zustimmte. Jett erlag daraufhin im Krankenhaus den Folgen des Krampfanfalls.

Der Rettungssanitäter Tarino Lightbourn steht seit vergangenem Montag wegen Erpressung und versuchter Erpressung unter Anklage, da er angeblich fast 19 Millionen Euro dafür verlangte, das belastende Papier nicht zu verkaufen. Auch seine Anwältin Pleasant Bridgewater, die Ex-Senatorin von Grand Bahama, soll ihre Finger mit im Spiel gehabt haben: Sie ist der ‘Beihilfe zur Erpressung’ angeklagt und nur gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 30.000 Euro wieder auf freien Fuß gelassen worden.

Der Polizeibeamte Marvin Dames wiegelt die Wichtigkeit des aufgetauchten Dokuments allerdings ab, und erklärt: “Das Dokument ist nicht entscheidend im Fall Travolta. Es wird nicht verwendet, weil Jett sehr krank war, und deswegen die einzige Alternative war, ihn ins Krankenhaus zu bringen.” Laut dem leitenden Ermittler sind Papiere dieser Art nicht relevant in eindeutig lebensbedrohlichen Situationen.

Dames verdeutlicht: “Transportverweigerungs-Dokumente sind für Fälle von leichten Verletzungen gedacht. Wenn du leicht verletzt bist und einen Transport verweigerst, füllt der Notarzt dieses Formular aus. So zieht sich das Krankenhaus aus der Verantwortung.” Der Ermittler betont, dass die Polizei der Meinung ist, dass die Familie Travolta alles getan hat, um den 16-jährigen Teenager zu retten.

“Wir sind infolge unserer Ermittlungen überzeugt davon, dass die Familie und alle Anwesenden alles Menschenmögliche getan haben, um Jett zu helfen. Alle haben ihr Bestes gegeben. Es gibt keinen Beweis dafür, dass medizinische Hilfe verweigert wurde. Lightbourn hat das in mehreren Interviews bestätigt”, formuliert der Polizist.

Dames enthüllt außerdem, dass die angebliche Erpressung ungefähr zwei Wochen zurückliegt: Bridgewater soll Travoltas Rechtsbeistand angerufen und damit gedroht haben, dass ihr Mandant das besagte Dokument verkaufen wolle. Statt zu zahlen beschwerte sich Travolta umgehend bei der Polizei auf den Bahamas.

Dames schildert: “Die Anklage besagt, dass 19 Millionen Euro verlangt wurden. Zu dieser Zeit vertrat Bridgewater den jungen Mann. Sie hat die Forderung gestellt.” Der trauernde Familienvater ist am gestrigen Dienstag offiziell vom Gericht zum Zeugen ernannt worden. Sein langjähriger Freund und ehemaliger Tourismusminister Obie Wilchombe war auch befragt worden. Ihm droht allerdings keine Anklage.  (BangMedia)