Donnerstag, 29. Januar 2009, 11:06 Uhr

Franz Ferdinand: Randale in Bar

Das dürfte sie in die Top 10 der spektakulärsten Auftritte bringen: Die Jungs von ‘Franz Ferdinand’ haben während eines Auftritts fast ein Pub abgebrannt.  Die Interpreten von ‘Take Me Out’ haben soeben ihr drittes Studioalbum ‘Tonight: Franz Ferdinand’ auf den Markt gebracht. Da scheint es an der Zeit zu sein, den heftigsten Auftritt ihrer Karriere zu küren. Vor einiger Zeit haben Alex Kapranos, Nicholas McCarthy, Paul Thomson und Robert Hardy aus Versehen eine schottische Bar zerstört und sich anschließend fast mit dem Barmann geprügelt.

Frontmann Kapranos erinnert sich in einem Interview mit dem Szenemagazin ‘NME’: “Ich glaube, den krassesten Auftritt hatten wir, als wir im ‘Captain’s Rest’, einem Club in Glasgow, aufgetreten sind.” Ein technischer Patzer führte beinahe zur Katastrophe. Kapranos erzählt: “Wir haben drei Songs gespielt, aber wir hatten die Beschallung und alle Verstärker und die Lichter an einer Steckdose angeschlossen. Damit haben wir fast den ganzen Club abgefackelt und sind am Schluss beinahe in eine Schlägerei mit dem Barmann geraten.”

So ungewöhnlich ihre Liveauftritte sind, so ungewöhnlich ist ihre Art, Musik zu komponieren: Um zu testen, ob ein Song zum Hit wird, spielen ‘Franz Ferdinand’ ihn auf dem Piano. Kapranos enthüllt: “Wir spielen alle unsere Lieder auf einem alten, ehrenwerten Piano, weil so richtig rauskommt, ob du den richtigen Ton getroffen hast.”

Nach vielen Pianosessions und 18 Monaten Arbeit an der neuen Platte, klingen ‘Franz Ferdinand’ wie ein Update von sich selbst, unterstreicht ihr Sänger stolz. “Ich will einen Einfluss auf die Welt haben”, gesteht Kapranos und fährt fort: “Ich will in einer Stadt am anderen Ende der Welt sein und jemanden treffen, der mir sagt: ‘Diese Musik, die du in Glasgow gemacht hast, höre ich jeden Tag und sie berührt mich.'” Als übersteigert karrieregeil würde sich der Musiker allerdings nicht beschreiben. Er fragt: “Ist das schlimm? Manche Bands spotten über Ehrgeiz, aber mir scheint es eine gute Sache zu sein.” (BangMedia)

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