Gwyneth Paltrow: “Wir sind doch alle high!”

Dienstag, 3. Februar 2009, 22:46 Uhr

Hollywoodstar Gwyneth Paltrow scherzte in einem Interview, dass wir doch alle irgendwie auf sanften Drogen sind. Wenn es denn  ein Scherz war. Die für ihren gesunden und vernünftigen Lebensstil bekannte Schönheit ist eng mit Skandalmusikerin Courtney Love befreundet und spricht in einem Interview über die Drogensucht ihrer Freundin. Dem britischen Magazin ‘Elle’ (Ausgabe März) erklärt Paltrow über Love: “Ich denke nicht, dass sie noch auf harten Drogen ist. Vielleicht nimmt sie nur noch weiche.” Diese Unterscheidung ist bereits ein Grund zur Freude, unterstreicht die Hollywood-Schönheit, und scherzt: “Das ist keine große Sache – wir sind doch alle high!” Als ‘weiche Drogen’ gelten unter anderem Cannabis, Ketamin und andere Beruhigungsmittel.

Unabhängig von den verbotenen Substanzen gesteht Paltrow, ab und zu eine leckere Zigarette und ein Glas Rotwein zu vermissen. Sie ärgert sich: “Ich wünschte mir, Rauchen würde einen nicht umbringen! Dann würde ich jetzt gleich eine rauchen. Ich vermisse es.” Eine Kampftrinkerin ist die Kalifornierin allerdings nie gewesen. Sie erzählt: “Ich bin wahrscheinlich weniger spießig, als die meisten Menschen denken. Trotzdem habe ich mich noch nie so betrunken, dass ich mich übergeben musste. Ich werde nur tierisch redselig.”

Wenn sie auch über ihr Suchtverhalten offenherzig Auskunft gibt, behält die Aktrice eines doch für sich: Details über ihre Liebe zu ‘Coldplay’-Frontmann Chris Martin. Auf die Frage, warum die zweifachen Eltern nie zusammen fotografiert werden, gibt Paltrow an: “Wir wollen kein öffentliches Paar sein. Er will das ganz sicher nicht. Ich meine, wir sind noch nie zusammen auf dem roten Teppich gewesen, und werden es auch nie sein.”

Einige Kleinigkeiten verrät die 36-Jährige dann aber doch. Sie schwärmt von ihrem Gatten als einem guten Mann und gesteht, völlig überrascht davon zu sein, dass er sie nach dem Tod ihres Vaters nicht verlassen hat. Bruce Paltrow starb 2002 an einer Lungenentzündung. Dieses Ereignis riss seine Tochter in eine tiefe Lebenskrise.

“Ich finde es unglaublich, dass Chris bei mir geblieben ist, ich war ein nervliches Wrack”, enthüllt Paltrow: “Bis heute leide ich unter dem Tod meines Vaters. Ich hatte im vergangenen Jahr zwei Mal eine Lungenentzündung, die Krankheit, an der er letztendlich gestorben ist.” Dass ihr Vater einer scheinbar ungefährlichen Krankheit erlegen ist, machte enormen Eindruck auf Paltrow. Sie räumt ein: “Ich muss jedes Mal mit meinen eigenen Todesängsten umgehen, wenn ich eine Erkältung kriege.”

Seit dem tragischen Verlust hält die Aktrice eine strenge Diät. Sie ist der Meinung, ihr Vater, der zuvor ein Krebsleiden mittels Strahlentherapie bekämpft hatte, hätte die Lungenentzündung überlebt, wenn er sich besser ernährt hätte.

Paltrow beschreibt, welche Art von Hilfe sie für ihren Vater gesucht hat: “Ich habe mich mit einer Beraterin für Makrobiologie getroffen, die fast an Krebs gestorben wäre und sich selbst geheilt hat. Sie meinte, wenn er sich nicht komplett entgiften würde, würde der Krebs zurückkehren. Und das ist auch passiert.” Die Schauspielerin glaubt fest an die Theorie der Beraterin und verdeutlicht: “Ich sehe eine klare Verbindung zwischen Umweltgiften, Konservierungsstoffen in unserer Nahrung, und Krankheiten.”

Auf ihrer Homepage ‘GOOP’ gibt die Oscargewinnerin ihren Lesern Ratschläge für ein gesundes Leben. Dass es unter ihnen auch Kritiker gibt, stört Paltrow nicht. Selbstbewusst stellt sie klar: “Zum Teufel mit den Miesmachern! Ich bin ein guter Mensch und ich versuche gute Dinge in die Welt zu bringen.” Mehr FOTOS

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