Chuck: Matt Bomer hat sein Coming-Out
Schon seit längerem kursieren Gerüchte darüber, dass Frauenschwarm und "White Collar"-Darsteller Matt Bomer homosexuell sei. Bislang hat der 34-jährig...
Samstag, 14. Februar 2009, 21:03 Uhr
Das Geheimnis ist gelüftet, wer die begehrte Trophäe der Berlinale 2009 bekommt. „La teta asustada“ (Milch des Leids) aus Peru hat den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Der Film von Claudia Llosa (Foto), war der erste peruanische Beitrag, der je in einem Wettbewerb der Berlinale gelaufen ist. Die Entscheidung fiel laut Jury-Präsidentin Tilda Swinton einstimmig. In „La teta asustada“ geht es um Vergewaltigung und Tod, aber auch um Lebensmut.
Den Silbernen Bären für die beste Darstellerin hat ein deutscher Film gewonnen. Die Österreicherin Birgit Minichmayr wird geehrt für ihren Auftritt in „Alle anderen“. Der Film von Regisseurin Maren Ade wurde außerdem mit dem Großen Preis der Jury, einem Silbernen Bären, geehrt (Auf dem zweiten Foto Lars Eidinger, Birgit Minichmayr). Der Preis ging zu gleichen Teilen auch an “Gigante” (Foto 3) von Adrián Biniez aus Uruguay. “Alle anderen” erzählt die Geschichte von Gitti und Chris, einem ungleichen Paar, das sich in abgeschiedener Zweisamkeit durch einen Urlaub kämpft. In “Gigante”, dem in Montevideo entstandenen Wettbewerbsbeitrag des argentinischen Regisseurs Adrián Biniez, beobachtet ein Wachmann (Horacio Camandulle) die Angestellten eines Supermarktes. Sie arbeiten fleißig, albern herum oder bestehlen ihren Arbeitergeber. Im Laufe der Zeit zoomt der Wachmann immer häufiger an eine Putzfrau (Leonor Svarcas) heran, lässt sie kaum noch aus dem elektronischen Auge und verliebt sich in sie.
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Fotos: Berlinale
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Als bester Darsteller ausgezeichnet wurde Sotigui Kouyate. Der in Mali geborene Schauspieler bekam die Trophäe für seine Rolle in dem Drama „London River“. In dem Film des Franzosen Rachid Bouchareb geht es um die Auswirkungen der Terroranschläge in London 2005.
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Der Panorama-Publikumspreis der Berlinale geht an den amerikanischen Dokumentar-Film „The Yes Men Fix The World“ (Foto unten). Die Yes Men beschäftigen sich hauptsächlich damit, die Verantwortungslosigkeit global agierender Industriekonzerne mit Biss und Ironie aufzuzeigen. Platz zwei geht an den Film „Welcome“ des französischen Regisseurs Philippe Lioret, Platz drei an die österreichische Produktion „Der Knochenmann“ von Wolfgang Murnberger.
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Die elftägigen Filmfestspiele Berlin gehen an diesem Sonntag mit einem „Publikumstag“ zu Ende. Insgesamt wurden auf der 59. Berlinale 383 Filme in 1238 Vorführungen gezeigt.
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Resümee:
Diesmal waren nicht einmal die Rolling Stones nötig. Im vergangenen Jahr musste Festivalchef Dieter Kosslick noch in der Musikbranche wildern, weil er aus der Filmbranche nicht genügend Stars zusammen bekam, um den Roten Teppich zu bevölkern. Damals hieß es einmal mehr, die Vorverlegung der Oscar-Verleihung verhagele die Berlinale, weil die Stars lieber in Hollywood zum Oscarnominierten-Dinner gehen als in das kalte Berlin. Dieses Jahr hat Kosslick die These widerlegt – die Stars kamen üppig, auch in der zweiten Hälfte, in der sonst ein Promischwund zu vermerken ist.
Kosslick hat dafür natürlich auch den einen oder anderen Film eingeladen, der sonst wenig festivaltauglich schiene, wie etwa “Pink Panther 2″. Aber wir wollen hier gar nicht mäkeln: In diesem Jahr durften nicht nur die Zaungäste am Potsdamer Platz zufrieden sein. Auch das Programm war so gut wie lange nicht mehr. Die Jury, die heute die Bären verteilte, dürfte es nicht leicht gehabt haben in ihrer Entscheidungsfindung. Auch von Krise, der vielfach beschworenen, war hier weit und breit nichts zu spüren. Die Probleme der Welt, sie spiegelten sich in den Filmen, nicht aber auf der Berlinale. Im Gegensatz etwa zum Sundance Filmfestival, wo kurz vor dem Start ein Hauptsponsor absprang und deutlich weniger Besucher kamen als im Vorjahr.
Nicht so auf der Berlinale. Beim Gästecounter gab es keinen Rücklauf zu beobachten. Die Filmmesse brummte wie stets. Und das Publikum strömte mehr denn je. 270.000 Tickets wurden in diesem Jahr verkauft, ein neuer Rekord, rund 30.000 mehr als im Vorjahr.
Ein Großteil davon darf natürlich der Friedrichstadtpalast als neues, riesiges Festivalkino für sich allein verbuchen. Aber diese Zahl zeigt doch, dass das Publikum nach wie vor aufs Kino setzt. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass DVDs, Heimbeamer und Downloads das gute, alte Lichtspielhaus bald überflüssig machen. Nein, die Zuschauer wollen den großen Saal, sie suchen das Gemeinschaftserlebnis, das nicht jederzeit Abrufbare. Und sie sind bereit – auch das wieder hübsch zu beobachten -, dafür lange Warteschlangen in Kauf zu nehmen. Während alle anderen großen Festivals auf elitär begrenzte Kreise und Fachbesucher zielen, baut die Berlinale ihr Potenzial als Publikumsfestival von Jahr zu Jahr aus.
Die Krake Berlinale dehnt sich dabei immer weiter aus, inzwischen bis ins kleine Kiezkino am Bundesplatz. Man darf spekulieren, wo sie wohl in fünf, acht Jahren sein wird: ob sie dann schon in Köpenick und Spandau angekommen ist. Freilich: In Krisenzeiten geht das Publikum gern ins Kino. Nicht zufällig war die große Zeit des Hollywoodkinos die nach der Großen Depression. Aber auf der Berlinale suchen die Zuschauer nicht nach Exotik und Eskapismus, sie stellen sich den Konflikten der Welt, die die Filme mutig aufgreifen. Inwieweit die Krise sich doch noch auf die Berlinale auswirkt, wird erst jetzt, nach dem Festival, zu beobachten sein. Zwei Hauptsponsoren haben ihren Vertrag bereits verlängert, ein dritter aber wartet noch mit seiner Entscheidung. (Quelle: Berliner Morgenpost)
Die Preisträger-Bären-Statuen wurden übrigens gefertigt in der Berliner Bildgießerei Noack – wie seit Beginn des Festivals im Jahr 1951. Unter der silbernen und goldenen Haut der vier Kilo schweren Figuren verbirgt sich ein Bronzekörper, der in einem Sandbett gegossen wird. Anschließend wird die Oberfläche von einem Ziseleur bearbeitet. In jedem Bären stecken etwa 25 bis 30 Arbeitsstunden.


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