Chuck: Matt Bomer hat sein Coming-Out
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Freitag, 27. Februar 2009, 0:04 Uhr
Hildegard Knef – Phänomen, Mythos, Kultfigur. Bis heute strahlt die erste große Künstlerin der deutschen Nachkriegszeit eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf alle Generationen aus. Regisseur Kai Wessel schuf nun mit „Hilde“ einen großen Kinofilm über einen Abschnitt ihrer bewegte Lebensgeschichte, und für die Hauptrolle kam natürlich nur eine der ausdruckstärksten Actricen der jüngeren deutschen Schauspielergeneration in Frage: Heike Makatsch.
Ein Film über die Knef lässt sich ohne Musik natürlich nicht realisieren, und so nahm Heike Makatsch die Herausforderung an, auch die Lieder der Diva im Film selbst zu singen. Eine Aufgabe, die sie so hervorragend meisterte, dass es nahe lag, das Repertoire auch über die im Film auftretenden Kompositionen hinaus auszudehnen und ein ganzes Album aufzunehmen. Viel schlimmer noch: Sie klingt fast wie die Knef und das ist großartig! Obwohl die Stimme der Knef als unnachahmbar gilt, gelingt es Makatsch, jenen frech-trotzigen Charakter des Originals in ihrer Interpretation zu treffen, so dass das Album seinen Titel zu Recht trägt: „Hilde“ - Heike Makatsch singt Hildegard Knef! Die CD erscheint heute.
Zusätzlich zu sieben Titeln in der Original-Filmversion, darunter „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, „In dieser Stadt“ und „Von nun an ging’s bergab“, enthält „Hilde“ – Heike Makatsch singt Hildegard Knef eine ganze Reihe weiterer Knef-Lieder, die bis heute unvergessen sind. Ein besonderes Highlight dürfte dabei der Titel „After Eight“ sein. Hildegard Knef schrieb den Text schon in den neunziger Jahren, doch der Song wurde zu ihren Lebzeiten nicht fertiggestellt. Für den Film und das Album hat der mittlerweile fast achtzigjährige Knef-Erfolgskomponist Hans Hammerschmid den Song vollendet. Sicher ganz im Sinne Hildegard Knefs, mit der er viele der typischen Chansons schuf unter anderem den wohl bekanntesten Titel „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.
Der Co-Produzent des letzten Knef-Albums „17 Millimeter“, Jens Kuphal, betreute die Gesangsaufnahmen mit Makatsch an einem Originalschauplatz, nämlich im Berliner Studio Nucleus, in dem seinerzeit auch „17 Millimeter“ entstand. Zum Einsatz kam dabei Equipment, das noch mit der Aura Hildegard Knefs behaftet ist und den Mythos fast spürbar an sich trägt, nämlich das Original-Mikrophon und der Hocker aus den damaligen Aufnahmesessions. Die Musik wurde zuvor von der WDR Big Band im eigenen Studio 4 in Köln eingespielt.
Produziert wurde die CD von Thomas Jost, dem ehemaligen Manager und jetzigen Nachlassverwalter der Knef. Dietmar Mensinger ist es gelungen, mit zeitgemäßen musikalischen Arrangements den typischen „Hildegard Knef“-Sound nachzuempfinden und dabei modernste Standards zu erreichen. „Hilde“ - Heike Makatsch singt Hildegard Knef steht aktuellen Big Band-Produktionen in Nichts nach.
Über Hildegard Knef sagte die 37-jährige: „In den Knef-Chansons kann man ihre Persönlichkeit, ihre Eigenheiten und ihre Eigenart erleben, diese Mischung aus Ungefälligkeit, Weisheit und Philosophie. Sie bringt das mit so wenigen Sätzen auf den Punkt, versucht aber nicht, jedem zu gefallen. In diesen Liedern ist sie zu finden, da muss Hildegard Knef ganz eins mit sich gewesen sein.“
Fotos: WarnerMusic/Egoli Tossell Film/ MMC Independent


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