Freitag, 06. März 2009, 11:24 Uhr

DSDS: Geht Marc Jentzen verschnupft in die Mottoshow?

EXKLUSIV Am Samstag startet die erste große Mottoshow “Greatest Hits”. Der 21-jährige Marc Jentzen aus Bonn ist natürlich dabei. Wir trafen Marc beiom Fotoshooting und sprachen mit ihm über die Favoriten der Show, Dieter Bohlen und Kandidatin Sarah Kreuz.

Marc, Du genießt im Superstar-Haus den Luxus eines Einzelzimmers, weil Du unter einer Doppelbelastung stehst: Abitur und die jetzt anstehenden Mottoshows. Fühlst Du dich da nicht benachteiligt?

Ja. Ich muß eigentlich in die Schule. Aber ich habe mit meiner Lehrerin gesprochen und sie hat mir für die nächsten drei Wochen freigegeben. Denn es sind ja immerhin zwei Stunden Zugfahrt täglich und so kann ich mich jetzt voll auf DSDS konzentrieren. Im Moment kränkele ich ein bißchen, habe Schnupfen und bin heißer. Das muß bis Sonnabend wieder in Ordnung kommen.

Du giltst als Favorit der sechsten Staffel. Mit der Erfahrung Deiner Boyband-Zeit aber hast Du ja wieder einen Wettbewerbsvorteil. Dann bist Du auch noch Dieter Bohlens Liebling. Da kannst Du den nächsten Mottoshows ja gelassen entgegen sehen.

Nee. Mittlererweile sind andere die Favoriten. Ich stand da ja auch unter einem gewissen Druck, dem ich teilweise nicht gewachsen war. Die Jury verlangt ja auch Leistung und die will ich natürlich bringen.

Du hast Dir jetzt „A Life For Music“ auf Deinen Unterarm tätowieren lassen. Wieso das denn?

Ich will damit zeigen, wie sehr ich Musik mag und das sie mein Leben bestimmt.

Am Sonnabend singst Du die berühmte Boys II Men – Ballade – “End of the Road”. Damit hast Du die Jury schon bei Deinem ersten Auftritt überzeugt. Bohlen sagte damals „Ich hab den Song in meinem Leben höchstwahrscheinlich 30. 000-mal gehört. 30.000-mal schlechter. Das ist High Class. Ich hoffe, dass du später alle Titel so gut singst in dieser Klasse. Warum hören wir jetzt wieder dieselbe Nummer?

Ich habe nach der letzten Show mit Dieter Bohlen gesprochen und er meinte, ich sollte „End Of The Road“ singen.  Darauf sollte ich vertrauen.

Nehmen wir mal an, Du startest richtig durch: Wer soll denn später mal Deine Platten kaufen?

Jeder. Am besten jeder in Deutschland oder auf der ganzen Welt. Ich habe da keine besondere Zielgruppe im Auge.

Wenn Du den Superstar bestimmen müsstest, wen würdest Du wählen?
(Lacht) Mich eingeschlossen? Oh das kann ich nicht sagen. Ich glaube, jeder hat es verdient!

Man weiß wenig über Deine Hobbies? Kannst Du uns etwas darüber verraten?
Ich koche für mein Leben gern. Allerdings muß ich jetzt aufpassen, weil hier in der Villa sehr gut gekocht wird. Dann gehe ich mit Freunden gern in eine Karaoke-Bar, oder auf Partys, was man halt so macht in meinem Alter. Und ich spiele gern Basketball.

Wie verstehst Du Dich mit Sarah Kreuz? Läuft da mehr?
Sie ist eine sehr gute Freundin. Mit ihr verstehe ich mich sehr gut.

Wenn es mit der Musikkarriere nicht klappt, willst Du Erzieher werden, hast Du in einem früheren Interview gesagt. Gilt das immer noch, wo doch Dieter Bohlen einer der großen Fans von Dir ist? Hat er Dich schon angesprochen, falls es nicht mit dem Sieg klappt?
Nein, aber dann würde mein größter Traum ja schon in Erfüllung gehen!

Könntest Du Dir vorstellen später von ihm produziert zu werden?
Ja auf jeden Fall.

Wieviel Modern Talking-Platten  hast Du denn zuhause?
Ich persönlich habe keine. Aber meine Mutter hat welche.

Marc wurde am 21.8.1987 als Sohn einer Philippinin und eines Deutschen in Bonn geboren. Der 21-Jährige hat eine turbulente Kindheit und Jugend hinter sich, in der er schneller als andere Kinder in seinem Alter erwachsen werden musste. Seine Eltern trennten sich, als Marc gerade zwei Jahre alt war. Mit 14 Jahren kam er für zwei Jahre in ein Kinderheim, als seine Mutter Florencia zurück auf die Philippinen musste, um sich um seine schwerkranke Oma zu kümmern. Diese Zeit war nicht einfach für ihn, doch die Musik gab ihm Kraft und Anerkennung. Sein Gesangstalent hat Marc, der privat gerne R’n’B und Pop hört, von seiner Mutter Florencia geerbt, die ebenfalls eine leidenschaftliche Sängerin ist und in den 80ern sogar eine Platte aufgenommen hat. Schon als Sechsjähriger fing Marc an zu singen, später sang er in eigenen Bands. 2005 wurde er Mitglied der sechsköpfigen Boygroup „Part Six“. Nach ersten Erfolgen und einem Plattenvertrag mit der EMI war die Gruppe jedoch letztendlich nicht erfolgreich. Das war ein harter Schlag für Marc, der derzeit bei seiner Mutter in Bonn lebt und wieder zur Schule geht, um sein Fachabitur für Gesundheit- und Sozialwesen zu machen, mit dem Ziel, Erzieher zu werden. Nebenher jobbt er in einem Internetcafé. Das Abi, das wie das DSDS-Finale im Mai 2009, ansteht, will er auf jeden Fall schaffen.

.

Die Mottoshows, in denen die besten zehn Kandidaten antreten, werden jeweils wöchentlich samstags live ausgestrahlt. Jede der nun folgenden Shows steht unter einem anderen musikalischen Motto (das jedoch erst wenige Tage vor der Show bekannt gegeben wird) und nach jeder Show wählen allein die Zuschauer per Telefon und SMS ihre Favoriten. Derjenige, der die wenigsten Zuschauerstimmen bekommt, muss gehen. Am Ende bleibt nur noch einer übrig: Der Superstar 2009.

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius