Sonntag, 08. März 2009, 10:41 Uhr

Stefan Raab wieder Wok-Weltmeister

Für Wok-WM-Erfinder Stefan Raab wird ein langersehnter Traum endlich wahr: Der “Geist von Winterberg” trägt das zähe das TV-Allround-Wunder Entertainer im Hochsauerland zu seinem ersten Weltmeistertitel im Vierer-Wok. “Ich habe viele Rückschläge im Wok-Sport erleben müssen. Jetzt hat es endlich geklappt. Man darf nie aufgeben”, jubelt er nach seinem Finallauf und kündigt an: “Heute Nacht mache ich Party wie noch nie.” Auch der alte und neue Weltmeister im Einer-Wok feiert mit: Der “Wokl Schorsch” Georg Hackl holt souverän sein fünftes Gold. An Rücktritt denkt er auch auf dem Höhepunkt seiner Wok-Karriere nicht: “Wer mich in Rente schicken will, muss mich erstmal besiegen.”

Nicht nur bei den 4500 Zuschauern an der ausverkauften Bobbahn Winterberg Hochsauerland, auch vor den Bildschirmen greift das Wok-Fieber um sich: 16,3 Prozent der 14- bis 49-Jährigen feiern mit Stefan Raab und Georg Hackl. Durchschnittlich 2,48 Millionen Fernsehzuschauer sehen das Asiapfannen-Spektakel.

Der Wettbewerb im Einer-Wok:
Platz 1 – Georg Hackl: Der alte und neue Weltmeister beherrscht den Wettbewerb. Er kennt die Bahn in Winterberg wie seine Westentasche. Da hilft der Konkurrenz auch nicht, dass sie sich vom Hackl’schen Tüftler-Genie inspirieren lässt: Stefan Raab und Joey Kelly schauen sich vom “Wokl Schorsch” eine Metall-Armschiene mit Faust-Suppenkellenhalter als Lenkhilfe ab und lassen sich wie der schnellste Mann im Wok mit Gurt in ihren Reisschüsseln festzurren. Am Ende legt Hackl dann doch wieder die Bestzeit hin – mit vier Sekunden Abstand auf den Zweitplatzierten Felix Loch.

Platz 2 – Felix Loch: Der jüngste Rodelweltmeister aller Zeiten schrammt nur knapp an seinem ersten Wok-Titel vorbei. Beim Rodeln hat er seinen Mentor Georg Hackl schon beerben können, im Wok muss er sich noch hinten anstellen.

Platz 3 – Joey Kelly: Mit Bleigewichten in den Oberschenkeln und Ganzkörper-Suppenkellen-System fährt der zweiterfolgreichste Wok-Sportler aller Zeiten wieder Mal aufs Treppchen. Und das, obwohl er im rasanten ersten Lauf in der gefährlichen Kurve 9 ins Schleudern gerät und an die Bahnbande knallt. Kein Problem für den  Extremsportler: “Das gehört dazu. Viel wichtiger: Vor mir waren nur die Profis. Ich bin der schnellste Amateur des Wok-Sports.”

Der Wettbewerb im Vierer-Wok:
Platz 1 – Stefan Raab, André Lange, Axel Stein, Björn Dunkerbeck Ein gelungener Abend für Wok-Initiator Stefan Raab. Erst der gute vierte Platz im Einer-Wok und dann das Sahnehäubchen in der Teamwertung. Winterberg bringt ihm einfach Glück: Hier holte sich Stefan Raab 2003 den Titel im Einzelwettbewerb, hier erfüllt sich jetzt der Traum von Gold im Vierer-Wok. Sein Erfolgsgeheimnis: “Ich habe mir nur schwere Jungs in den Wok geholt.” Die Gold-Medaille katapultiert Raab in der ewigen Bestenliste von Platz sieben auf drei hinter Georg Hackl und Joey Kelly.

Platz 2 – Christoph Langen, Sandra Kiriasis, Sylke Otto, Silke Kraushaar
Ein enttäuschender erster Lauf vermiest den bisherigen Weltmeistern die Titelverteidigung. Eigentlich wollten die Wintersport-Profis mit Kufen am Wok auf die Bahn. Das aber lässt das Reglement der World Wok Union nicht zu. Der Wok musste noch mal umgebaut werden. So reicht es nach schnellem zweiten Lauf am Ende noch für Silber.

Platz 3 – Elton, Jürgen Milski, Mundstuhl-Duo Lars und Ande Elton entwickelt sich zum ernstzunehmenden Konkurrenten für seinen  Chef Stefan Raab. Vor dem zweiten Lauf steht er mit seinem Vierer-Wok
noch auf Platz zwei und spekuliert auf Gold. Am Ende zieht dann aber der Profi-Wok der Wintersportler Langen und Co. noch an ihm vorbei.
Immerhin knackt der TV-Moderator den Geschwindigkeitsrekord, den er 2005 selbst gesetzt hatte: Mit 114,5 km/h zischt er durch den Eiskanal!

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Fotos: ProSieben