Dienstag, 10. März 2009, 12:44 Uhr

Fritzl-Haus: TV-Sender kämpfen um die besten Bilder aus dem Horrorkeller

Deutsche und österreichische TV-Sender verhandeln zurzeit mit dem Verwalter des Hauses von Josef Fritzl in Amstetten, um im Horror-Keller filmen zu können. Die Anstalten bieten dafür Summen von mehreren hunderttausend Euro. Dies meldet die Zeitschrift Neue Post in ihrer aktuellen Ausgabe.  In dem Keller hielt Josef Fritzl 24 Jahre lang seine Tochter eingesperrt und zeugte mit ihr sieben Kinder. Gegen ihn wird am 16. März in St. Pölten der Prozess eröffnet. Die Einnahmen aus dem Verkauf der TV-Rechte sollen dazu beitragen, Josef Fritzls Schulden von insgesamt rund 3,5 Millionen Euro zu begleichen. Das Haus soll nach Prozess-Ende verkauft werden. Der Wert des Anwesens wird auf 800.000 Euro geschätzt. Ein britischer Staatsbürger sei jedoch bereit, deutlich mehr zu bieten. Er will das Haus als Touristen-Attraktion vermarkten.

Gegen derartige Pläne gibt es in Amstetten inzwischen Protest. Der Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde, Herbert Katzengruber: “Das Haus gilt uns als Mahnmal.” Der Wunsch der Fritzl-Kinder sei es, dass der Keller zubetoniert wird.