Freitag, 13. März 2009, 20:51 Uhr

Pete Doherty über Drogenentzug und sein neues Album

Pete Doherty geht nur auf Entzug, um eine Haftstrafe zu meiden. Der Babyshambles-Sänger findet, dass der Drogenentzug um jeden Preis gemieden werden sollte, da er „unglaublich langweilig“ ist. Er gesteht: „Wenn ich auf Entzug gehe, dann normalerweise weil ich vor die Wahl – Entzug oder Gefängnis – gestellt werde. Wenn du dort bist, ist das Schwere nicht mal die Drogen aufzugeben, sondern alles aufgeben zu müssen.“

Für ihn bedeutete Entzug sich der Langeweile hingeben zu müssen. Dazu erklärt er: „Wenn man zumindest sitzen und ein Buch lesen könnte wäre es in Ordnung, aber man darf nichts tun außer sich auf seine Besserung zu konzentrieren. Ich durfte nur einmal die Woche Gitarre spielen.“

Obwohl er Entzugskliniken nicht ausstehen kann, bekennt der 30-jährige Musiker, heute sein neues Album ‚Grace/Wastelands‘ veröffentlichte, dass sie ihm halfen sich von seiner Drogensucht loszusagen.

Dem britischen Lifestyle-Magazin “ShortList” erzählte er: „Zurzeit bin ich total clean. Ich glaube es ist alles wegen meinem Selbstbewusstsein. Mit dem neuen Album, es ist ziemlich heiter, und ich bin ein schüchterner Mann. Wenn man besoffen ist, ist es noch angsteinflößender nur mit einer Akustikgitarre aufzutreten. Wenn man an dem Punkt angelangt ist, ist es einfacher sich hinter einer riesen Wand aus Lärm zu verstecken. Das habe ich momentan nicht.“

Obwohl der Rock-Star jetzt reifer scheint – er zieht es mittlerweile vor Peter genannt zu werden – war sein Drogenkonsum vor einigen Monaten eigenen Angaben zufolge noch erschreckend regelmäßig.

„Ich werde sehr paranoid“, enthüllt Doherty. „Es gab eine Zeit da dachte ich auf meinem Dach wären Terroristen, die versuchen einzubrechen. Ihr könnt ruhig lachen, aber es war furchterregend. In meinem Kopf waren sie da draußen und hinter mir her. Wenn du anfängst vom Crack zu zittern, denkst du jeder den du kennst wird dich umbringen.“ (BangMedia) Fotos: EMI