Dienstag, 17. März 2009, 16:38 Uhr

Verhungert? Mutter spricht im Fernsehen über den Tod ihrer Tochter

Der Fall der möglicherweise verhungerten neun Monate alten Lara-Mia aus Hamburg-Wilhelmsburg hat die Menschen in Norddeutschland aufgewühlt. In einem Exklusiv-Interview mit “Menschen und Schlagzeilen” spricht die Mutter des verstorbenen Mädchens nun erstmals im Fernsehen über ihre Gefühle nach dem Tod ihrer Tochter.

Jessica R. sagte den Reportern der Sendung “Menschen und Schlagzeilen”: “Ich bin zu jung Mutter geworden. Mit 17. Das war einfach zu früh. Deswegen haben das Jugendamt und ich beschlossen, dass ich eine Betreuung bekomme, die mir hilft.” Über den Kontakt zu der Sozialpädagogin, die bei der Erziehung von Lara helfen sollte, sagt Jessica R.: “Sie kam zu mir und hat die Kleine angeguckt, hat mit der Kleinen geredet, gespielt und das war’s dann eigentlich auch.” Die Vorwürfe ihres Vaters und ihrer Schwestern, sie sei eine schlechte Mutter gewesen und habe sich nicht genügend um ihr Kind gekümmert, bestreitet sie. Inzwischen ermittelt die Polizei gegen die sozialpädagogische Betreuerin der Familie wegen der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Der Tod ihrer neun Monate alten Tochter kann die heute 18-Jährigen noch nicht fassen: “Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich stecke hier in der Wohnung fest. Wenn ich rausgehe, werde ich gleich überall angesprochen oder angeguckt.”

Das ganze Interview ist am Mittwoch, 18. März, ab 21.00 Uhr im NDR-Fernsehen zu sehen.