Sonntag, 05. April 2009, 17:56 Uhr

Madonna-Adoption: Plötzlich Vater von Chifundo "Mercy" James aufgetaucht?

Von wegen tot! Sollte James Kambewa tatsächlich Mercy James’ Vater sein, bricht für Pop-Superstar Madonna eine Welt zusammen, da dann eine Adoption nahezu unmöglich ist. Der 24-jährige Mann hatte bis vor kurzem geglaubt, seine Tochter sei tot, und möchte jetzt ein neues Leben mit ihr beginnen, berichtet heute der “Mirror”.  “Sie ist meine Tochter, und ich will, dass sie bei mir ist. Dass meine Tochter noch lebt, ist ein Wunder”, erklärt James Kambewa und betont, dass er keine Angst davor hat, sich beweisen zu müssen: “Jetzt wende ich mich an meine Landsleute, damit sie mir zu helfen, mein Kind zu kriegen. Ich werde einen DNA-Test machen lassen, und vor Gericht erscheinen, um zu beweisen, dass Mercy mein Kind ist. Ich will das um jeden Preis.”

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Madonna Visits Local Village In Malawi

 
Die brisanten Neuigkeiten kommen nur wenige Tage, nachdem Richter Esme Chombo Madonnas Adoptionsantrag ablehnte. Die Sängerin habe nicht, wie vom Gesetz verlangt, 18 Monate in Malawi gelebt, so die Begründung. Die siegesverwöhnte Pop-Ikone will Berichten zufolge vor den obersten Gerichtshof ziehen.
Kambewa hat allerdings seine Vaterliebe entdeckt und will nicht, dass die kleine Mercy – die eigentlich Chifundo heißt – mit Madonna nach England zieht. “Ich will nicht, dass sie mit Madonna lebt”, sagt der Vielleicht-Vater und unterstreicht: “Ich will, dass sie bei mir ist. Bis jetzt dachte jeder, Mercy habe keinen Vater, aber sie hat einen!” Seine Sturheit hat nichts mit einer persönlichen Abneigung gegen Madonna zu tun, fährt Kambewa fort. “Ich hege keinen Groll gegen Madonna. Aber ich bin Mercys Vater, und ich will sie bei mir haben. Gott wird auf uns aufpassen”, beschreibt der junge Mann und ergänzt: “Ich werde Madonna sagen, dass ich von ihren guten Taten gehört habe, aber dass Mercy jetzt einen Vater hat. Ich werde ihr sagen, dass sie willkommen ist und Mercy besuchen kann, wann sie will. Aber ich werde auch betonen, dass meine Tochter mit mir in Malawi bleiben wird.”
Die Behörden in Afrika hatten bis jetzt geglaubt, Mercy sei ein Waisenkind, nachdem ihre Mutter Mwandida im Kindbett gestorben war, und keiner Vater ausfindig gemacht werden konnte. Die Großmutter des Kindes, Che Maunde, konnte letztendlich Auskunft über Kambewa geben, der in einem Dorf 100 Kilometer weit entfernt lebt.
In einem Interview mit der englischen Zeitung ‘Sunday Mirror’ erklärt der verschollene Verwandte: “Urplötzlich erfahre ich, dass die Tochter, die ich für tot gehalten hatte, lebt, und dass sie mir vielleicht für immer genommen werden könnte. Jetzt fühle ich mich, als hätte ich eine zweite Chance bekommen, ich werde Mercy nicht noch einmal im Stich lassen. Ich werde sie nicht noch ein zweites Mal verlassen.” (BangMedia)