Montag, 06. April 2009, 23:33 Uhr

Jade Goody: Abgerechnet wird zum Schluß

Nachdem der britische TV-Star Jade Goody am Samstag zu Grabe getragen wurde, hat der britische  „Independent“ gestern erstmals eine Rechnung aufgemacht, was Goody allein mit der gnadenlosen Vermarktung ihres relativ kurzen Krebsleidens verdient hat. Demnach bezahlte das britische “OK!”-Magazin insgesamt 990.000 Euro für die Exklusivbilder der Hochzeit mit Jack Tweed (21), sowie die Bildrechte an der Taufe von ihrer Söhne Bobby (5) und Freddie (4). 110.000 Euro zahlte der TV-Sender „Living-TV“ für die Filmrechte an der Hochzeit. Zwischen 6 und 20 Euro soll Jade für jeden eigens geschaffenen Fanartikel einstreichen. Darunter auch eine limitierte Auflage Erinnerungskerzen mit einem Foto von des Reality-Soap-Stars.

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Foto: WENN

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Unterm Strich habe Jade seit ihrem ersten Auftritt bei „Big Brother“ 2002 insgesamt acht Millionen Euro mit Parfüm, Fitness-und Diät-DVDs, Interviews und diversen Promotion-Auftritten verdient. Das Geld erben die Söhne. „Ich will nicht, dass meine Kinder dieselbe erbärmliche, von Drogen verdorbene, von Armut geplagte Kindheit haben wie ich“, hatte Goody einmal gesagt. Kritker der Vermarktung ihres Todes, wie Goodys Sprecher Max Clifford erinnerte bei der Trauerfeier zurück: „Sie erreichte, wovon Ärzte, Politiker und Experten nur träumen können. Durch Jade Goody ist vielen Frauen das Leben gerettet worden.“ Die Zahl der Krebs-Vorsorgeuntersuchungen habe sich in Großbritannien sprunghaft erhöht. Unterdessen sind vier Bücher über ihren schleichenden Tod angekündigt.

Die 27-jährige war am 22. März an Gebärmutterhalskrebs gestorben, nachdem sie im August 2008 vor laufender Kamera erfahren hatte, dass sie an dem Krebs erkrankt war. Quelle
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