Montag, 06. April 2009, 19:20 Uhr

Madonna: Chifundo Mercy James schreit nach ihrer "Mami"

Das Rührstück des Monats kommt von Madonna: Das malawische Mädchen, das nun doch nicht von der Pop-Diva adoptiert werden darf, will zurück zu seiner ‘Mami’. Die Vierjährige musste gestern wieder ins Heim und schrie in Tränen aufgelöst nach der Musikerin. Die 50-jährige Sängerin und ihre Kinder Lourdes (12), Rocco (8) und David (3) machten sich gestern auf dem Heimweg nach England, nachdem das Adoptionsverfahren eingestellt wurde. Die kleine Mercy, die eigentlich Chifundo heißt, weinte und konnte nicht verstehen, warum ihre neue Familie sie verlässt.

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Madonna Visits Local Village In Malawi

 

Annie Chikhwaza, die Leiterin des Waisenhauses, erzählt: “Mercy war am Boden zerstört. Sie hat eine Verbindung zu ihrer neuen Familie aufgebaut und rief nach Madonna: ‘Wo ist meine Mama?'” Mit der Naivität eines Kindes glaubte Mercy zunächst an ein Spiel. Chikhwaza sagt erschüttert: “Sie konnte nicht verstehen, wo Lourdes, Rocco und David hingehen – sie dachte, sie spielen verstecken. Es hat mir das Herz gebrochen, als sie nach David schrie. Die beiden sind unzertrennlich.”

Wer aber glaubt, die Geschichte ende so, der täuscht sich. Die Heimleiterin weiß: “Madonna wird alles tun, was in ihrer Macht steht, um Mercy zu bekommen.”

Nach ihrer Rückkehr nach London trafen sich die ‘4 Minutes’-Sängerin und ihre Kids mit Madonnas Exmann Guy Ritchie. Die Pop-Ikone sah verweint und trostlos aus, als sie das Flugzeug verließ. Nichtsdestotrotz hat sie bereits Berufung gegen das Urteil eingelegt, und hofft darauf, dass der Prozess schon heute beginnen kann.

Ein Mitarbeiter des Kumbali Lodge Hotel, in dem Madonna und ihre Kids gewohnt haben, enthüllt, dass der Superstar sich über eine Stunde Zeit genommen hat, um mit Mercy zu sprechen, bevor sie das Land verlässt. In einem Interview mit der englischen Klatschzeitung ‘The Sun’ sagt der Insider: “Madonna stand im Morgengrauen auf, wiegte Mercy sanft, tröstete sie und brachte sie zum lachen. Man konnte sehen, wie traurig sie war, als sie sich verabschieden musste. Sie konnte sich kaum losreißen.”

Der vorsitzende Richter Esme Chombo lehnte Madonnas Adoptionsantrag ab, da die Musikerin nicht – wie vom Gesetz vorgeschrieben – 18 Monate am Stück in Malawi verbracht hatte. Die Entscheidung riss Madonna den Boden unter den Füßen weg, da ihr Antrag bereits von der afrikanischen Regierung befürwortet worden war.

Sogar ihr Exmann Guy Ritchie setzt sich inzwischen für die verzweifelte ‘Like A Virgin’-Interpretin ein: Der Filmemacher unterstrich, Madonna sei eine “tolle Mutter”.

Ein Freund der Familie erklärt dazu: “Madonna war unglaublich gerührt. Guy ist eine unerwartete Quelle an Kraft.”