Mittwoch, 08. April 2009, 12:25 Uhr

Courtney Love kämpft um die gestohlenen Millionen

Courtney Love behauptet, dass knapp 570 Millionen Euro vom Erbe ihres verstorbenen Mannes Kurt Cobain gestohlen wurden.  Die Sängerin (‘Celebrity Skin’) erbte nach dem Selbstmord ihres Mannes mehrere Millionen. Jetzt wurde sie angeblich von Betrügern über den Tisch gezogen und um 35 Millionen Euro in bar und 535 Millionen Dollar in Anlagen erleichtert. Die Kriminellen sollen mehrere Bankkonten eröffnet und in ihrem Namen Grundstücke gekauft haben. Loves Anwältin Rhonda Holmes gibt sich geschockt: “Ich habe noch nie eine größere moralische Verdorbenheit und Habgier gesehen.”

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Um sich gegen den Diebstahl zu wehren, zieht Love vor Gericht. Ihre Rechtsvertreterin kündigt an: “Wir werden innerhalb der nächsten 30 Tage Anklage erheben. Es fehlen viele, viele Millionen. Wir konnten knapp 23 Millionen Euro ausfindig machen, aber es fehlt viel mehr.” Der Raub beschränkt sich nicht auf Bargeld, erläutert Holmes weiter: “Es geht noch um Anwesen. Es gibt ein ganzes Netz von Anwesen, die gekauft und zum Geld waschen benutzt worden sind – im Wert von insgesamt 380 Millionen Euro.” Trotz des Dramas hat Love noch das Herz an andere zu denken. Ihre Anwältin verspricht: “Jedes einzelne Haus, das wir zurück kriegen, geht an Menschen, die ihre Häuser in Rechtsausschlüssen verloren haben.”

Angeblich soll die für ihre Drogensucht und peinlichen Auftritte bekannte Musikerin erst gemerkt haben, dass das Geld verloren ist, als “keins mehr da war”. Jetzt klagt Love die Vermögensverwalter an, die Kohle “schamlos geplündert” zu haben.

“Courtney bemerkte, dass Geld fehlte, als keines mehr übrig war”, bestätigt Holmes und ergänzt: “Es ist kein Geheimnis, dass sie mit ihrer Sucht zu kämpfen hatte, aber in den letzten Jahren versuchte sie, sauber zu bleiben.” Mit geschärftem und cleanem Blick konnte die Blondine nicht mehr übers Ohr gehauen werden, erklärt Holmes. “Sie merkte, dass etwas nicht stimmt. Sie engagierte Privatdetektive, Buchhalter und mich.” Der Fall breitet sich zu einer nationalen Angelegenheit aus, prahlt die Rechtsverdreherin weiter und enthüllt: “Wir arbeiten mit Kommunal- und Bundesbehörden zusammen.”

Das Geld des verstorbenen Künstlers sei allein der Familie zugedacht gewesen, weiß Holmes. “Als Herr Cobain 1994 starb, hinterließ er ein enormes Vermögen, das für seine Mutter, seine zwei Schwestern, seinen Bruder, seine Frau und seine junge Tochter gedacht war. Viele, die mit diesem Vermögen zu tun hatten, haben es falsch verwaltet, haben gestohlen und schamlos geplündert”, wütet sie.

Bereits im letzten März behauptete Love, die die inzwischen 16-jährige Tochter Frances Bean von Cobain hat, das Opfer von Betrügereien geworden zu sein. Damals zeigte sich die Polizei allerdings skeptisch.

In einer Hasstirade im Internet beschuldigte Love im Mai ihren Anwalt und ihren Buchhalter, in ihrem Namen gefälschte Schecks unterschrieben zu haben, und bat um die Hilfe eines ehrlichen Anwalts. (BangMedia)