Dienstag, 14. April 2009, 10:54 Uhr

Russell Crowe: Rundumschlag gegen Journalisten

Hollywoodstar Russell Crowe gibt den Medien-Kritiker: In seinem aktuellen Streifen ‘State of Play’ mimt der Neuseeländer einen Journalisten. Grund genug für ihn, zu einem Rundumschlag gegen die Medienlandschaft auszuholen. “Die ernsthafte Berichterstattung steckt in einer Krise, die von Journalisten ausgelöst wurde. Wir trivialisieren die News seit mehreren Jahrzehnten”, mahnt Crowe in einem Interview. Der Hollywood-Denker weiß auch genau, wie es dazu kommen konnte. “Das Verlangen nach neuen Informationen, das wir auf eine gesunde Art und Weise hätten nutzen können, wurde durch Alltäglichkeiten ersetzt”, beschreibt Crowe und motzt: “Ich meine, wen zur Hölle interessiert es, was LeAnn Rimes in ihrer Handtasche hat? Wen kümmert dieser Scheiß?”
‘State of Play’ ist die Kinoversion der gleichnamigen Kurz-Serie aus dem Jahr 2003. Crowe war völlig geschockt, als nicht Brad Pitt, sondern er die Rolle des Reporters Cal McAffrey angeboten bekam.

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Premiere Of Paramount Vantages Revolutionary Road - Arrivals

“Ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet, diesen Film zu machen”, erklärt der Oscar-Gewinner. “Ich war gerade zurück in Australien und freute mich auf einen langen Sommer Zuhause, als das Studio mich anrief. Sie sagten, Brad Pitt würde nicht mitmachen und ob ich bitte in dieses Projekt einsteigen wollte.”
Kevin Macdonald, der Regisseur des Streifens, enthüllt, Crowe sei die bessere Wahl für den Film gewesen – aber auch der schwierigere Drehpartner.
“Russell ist unglaublich starsinnig”, erklärt der Filmemacher und verdeutlicht: “Er ist sehr klug und hat viele eigene Ideen, wie sein Charakter sein sollte. Manchmal war das großartig.” Manchmal aber auch nicht. Macdonald gibt sich diplomatisch: “So ist eben die Zusammenarbeit mit Russell. Er hat seine eigene Vorstellung davon, wie er Dinge tut, und es ist schwer, ihn davon abzukriegen. Er kann stur sein.” (BangMedia)