Community: "Community" holt Star aus der "Daily Show"
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Donnerstag, 16. April 2009, 14:40 Uhr
Die nächste Bombe im Fall der No Angels-Sängerin Nadja Benaissa ist geplatzt: Die hat gestern überraschend ihren Anwalt gewechselt. Der Frankfurter Rechtsanwalt Achim Groepper übernimmt das Mandat des Berliner Promianwalts Christian Schertz (Autor des Buches “Rufmord und Medienoopfer”. „Wir sind in enger Zusammenarbeit mit der Verteidigung dabei, das Problem zu lösen“, sagte Ger Neuber, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt heute. Zu den schweren Vorwürfen soll sich die Sängerin allerdings noch immer mit keinem Wort geäußert haben, heißt es weiter. Ob Nadja Benaissa noch vor dem Wochenende nach Hause könne und wann ein Haftprüfungsantrag gestellt wird, wollte er nicht sagen.
Benaissas Frankfurter Verteidiger sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe das Mandat erst am 15. April übernommen und könne noch nichts über einen Haftprüfungsantrag mitteilen. Er habe die Inhaftierte heute Morgen aufgesucht. Sie werde in der U-Haft in Frankfurt-Preungesheim gut behandelt. Bei “Erstinhaftierten” bestehe immer eine “Schocksituation”.
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Foto. Universal
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Durch das Anwaltsbüro Scherz-Bergemann wurde vor der abgabe des Mandats gegen die “Bild”-Zeitung eine Einstweilige Verfügung erwirkt. Demnach habe das Landgericht Berlin dem Blatt verboten, weiter über ein gegen Benaissa eingeleitetes “Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung und/oder den Gegenstand der Untersuchungshaft” zu berichten.
Allerdings berichtete die Zeitung, wie auch die Nachrichtenagentur dpa fortan über die Festnahme, inklusive aller von der Staatsanwaltschaft veröffentlichten Details. In einer Erklärung heißt es, dpa teile “nicht die Auffassung des Anwalts der Sängerin, wonach diese keine absolute Person der Zeitgeschichte sei und es sich auch nicht um eine spektakuläre Straftat handele.”
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Dem bravouröse Statement von Kai Diekmann, BILD-Chefredakteur, ist nix mehr hinzuzufügen:
„Die No Angels, die 2008 Deutschland beim Grand-Prix vertraten, sind die erfolgreichste deutsche Pop-Band der letzten Jahre. Ihre Poster hängen in tausenden Teenager-Zimmern. Die Vorbildfunktion der Bandmitglieder steht daher völlig außer Frage. Angesichts dieser Vorbildfunktion, aber auch der Schwere der strafrechtlichen Vorwürfe gegen Nadja Benaissa ist das öffentliche Interesse an der Berichterstattung nicht im Ansatz zu bestreiten. Aus diesem Grund sind auch Staatsanwaltschaft und Polizei unter Nennung des vollen Namens der Beschuldigten an die Öffentlichkeit getreten, worüber BILD genauso wie alle wichtigen Nachrichtenagenturen und Medien des Landes berichtet hat. Ein Verbot, über die Verhaftung einer derart öffentlichen Person zu informieren, ist deshalb ein schwerer Angriff auf die Pressefreiheit.“
Foto: Axel Springer


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