Mittwoch, 22. April 2009, 11:57 Uhr

Adoptivkind: So will Madonna eine Entscheidung erzwingen

Sie hat in der Tat ein großes Herz und will damit eine endgültige Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizwingen:  Madonna hat der kleinen Chifundo Mercy James eine Babysitterin und eine Krankenschwester zur Pflege dagelassen.
Der erste Adoptionsantrag wurde vom Gericht in Malawi abgelehnt, weil Madonna zuvor nicht 18 Monate am Stück im Land verbracht hatte. Jetzt geht die Entertainerin in die zweite Runde und sorgt dafür, dass es Mercy James in der Zwischenzeit an nichts fehlt. Die 50-Jährige hat ein Kindermädchen und eine Krankenschwester in Malawi damit beauftragt, sich um die kleine Waise im Hotel Kumbali Lodge, wo Madonna bei ihrem letzten Besuch gewohnt hatte, zu kümmern.

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Madonna and children at The Kabbalah Centre - New York

Ein Mitarbeiter des Hotels enthüllt: “Während ihrer Abschiedsparty im Lodge hat Madonna eine Krankenschwester und ein Kindermädchen angewiesen zu bleiben und sich um Mercy zu kümmern, während die Anwälte alles regeln.”
Die zuständige Richterin Esme Chombo glaubt allerdings, das Kind sollte in sein 400 Kilometer entferntes Waisenhaus zurückkehren. Das wird wiederum von Mercys Vormund und dem Rest der Familie abgelehnt.
Anne Chikhwaza, Leiterin des Waisenhauses, erklärt: “Als Mercys Vormund entscheide ich, wo sie sich aufhält. Sie bleibt bei Madonnas Leuten als Besucherin. Daran ist nichts falsch.”
Mercys Onkel Peter Baneti ist ebenfalls der Meinung, dass das kleine Mädchen augenblicklich in Madonnas Obhut kommen sollte. Er verdeutlicht: “Wir sind mit der richterlichen Entscheidung gegen die Adoption nicht einverstanden. Als Familie befürworten wir die Adoption.”
Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die zweite Anhörung in dem Fall auf den 4. Mai angesetzt wurde. Insgesamt werden sich drei Richter beim obersten Gerichtshof in Malawi mit der endgültigen Entscheidung befassen.
Madonna war nach dem Scheitern ihres Vorhabens zwar niedergeschlagen, gab allerdings umgehend bekannt, weiter kämpfen zu wollen. Auch ihre drei bisherigen Kinder, Lourdes (12), Rocco (8) und der ebenfalls von ihr adoptierte David (3), stehen hinter den Plänen.
Die Anwältin des Megastars betont, dass Madonna große Hoffnungen auf den obersten Gerichtshof setzt: “Wir glauben, dass das Bezirksgericht sein Urteil aufgrund eines archaischen Gesetzes von vor 50 Jahren gefällt hat.” (BangMedia)