Mittwoch, 03. Juni 2009, 16:32 Uhr

Klage: Cher will fünf Millionen von ihrer Plattenfirma

Poplegende Cher fühlt sich von ihrer Plattenfirma Universal Music Group um Millioneneinkünfte betrogen und hat das Unternehmen deshalb gestern in Los Angeles auf fünf Millionen Dollar Schadenersatz verklagt, nachdem sie ihre Rechnungsbücher überprüft hatte. Die 62-jährige wirft dem Label Vertragsbruch und “widerrechtliche Taktiken” vor, berichtet der “Hollywood Reporter”. Laut der 22-seitigen Klageschrift habe die Firma Einkünfte aus dem Verkauf ihrer Alben  “Cher The Greatest Hits” (1999) und “The Very Best of Cher” (2002) nicht wahrheitsgetreu angegeben und ihr somit Tantiemen vorenthalten. Zudem seien zu Unrecht Gelder für Fensehwerbung abgezogen worden.

Auch die Erben von Chers Ex-Ehemann Sony Bono treten als Kläger auf. Der Sänger, mit dem Cher 1965 durch den Welthit “I Got You, Babe” berühmt wurde, war 1998 bei einem Skiunfall ums Leben gekommen. Das Paar hatte sich bei seiner Scheidung im Jahr 1974 darauf geeinigt, die Tantiemen von ihren gemeinsam aufgenommenen Liedern zur Hälfte zu teilen. Ein Teil davon geht nun an Bonos Witwe Mary und an seine vier Kinder.

“Die Vorwürfe sind haltlos, und wir sind zuversichtlich, dass wir vor Gericht siegen werden”, sagte Universal-Sprecher Peter Lofrumento.