Samstag, 06. Juni 2009, 15:27 Uhr

"David Carradine wurde ermordet"

Die Familie von Hollywoodstar David Carradine haben das FBI eingeschaltet, nachdem es zu Spekulationen kam, der 72-jährige Kung Fu-Star sei ermordet worden. Dieser These folgt auch Carradines Agent. Chuck Binder sagte in der CNN-Show von Larry King gestern Abend, dass er glaube, der Kill-Bill-Star sei ermordet worden. “Ich würde es nicht einen Unfall nennen. Ich habe heute einige Anrufe von seinem Produzenten aus Thailand bekommen. Ich will nicht mitten in den Untersuchungen spekulieren, aber dieser Mann sagte zu mir, das was nicht stimmt.” Auch sein Anwältin Vicki Roberts sieht das so: “Irgendwas stimmt hier nicht”. Carradines Sprecherin Tiffany Smith äußerte zum “People”-Magazin: “Ich kann Ihnen zu 100 Prozent sagen, dass er niemals Selbstmord begangen hätte”.

Polizeichef Somprasong Yenthuam: „Niemand war involviert. Wir haben alles gecheckt, niemand ging in sein Zimmer und niemand kam heraus. Im Hotelzimmer war alles an seinem Platz, niemand hat irgendetwas angefasst.“ Die Hände seien entgegen anderer Medienberichte nicht gebunden gewesen, sagte ein Mitarbeiter des Rettungsteams gegenüber CNN.     Der 72-Jährige war tot in einem Hotelzimmer in Bangkok entdeckt worden, war halbnackt und hatte die Hände zusammengebunden. Carradines Tod sei sehr ungewöhnlich gewesen, sagte der Chefpathologe, der die Leiche obduziert hatte. Porntip Rojanasunand, Chefin des thailändischen Zentrums für Gerichtsmedizin hält eher einen Sex-Unfall für möglich. Der Hals des Filmstars sei mit einem gelben Nylonband umbunden gewesen, seine Genitalien mit einem schwarzen. Das könne auf eine sexuelle Praktik zurückgehen sagte sie: „Wenn man sich am Hals aufhängt, bedarf es nicht viel Kraft, um sich selbst umzubringen. Wer sexuell sehr erregt wird, neigt dazu, diese Tatsache zu vergessen.“

Zu der außergewöhnlichen Form der Asphyxie, einer “autoerotischen Erstickung” mit Hilfsmitteln wie Gürteln oder Stricken (durch einen Partrner mit den Händen),  heißt es auf der Website “Sex-Unfall.com”: “Das Würgen, während man gleichzeitig Sex in irgendeiner Form hat, … erhöht die Intensität der Empfindungen. Wenn man es richtig anwendet, wird so aus sexueller Lust pure Ekstase. Mit weniger Atmen erreicht weniger Sauerstoff das Gehirn, und bevor dies so weit geht, dass einem schwindelig und schlecht wird und man am Ende sogar unweigerlich das Bewusstsein verliert, erlebt man ein astreines Hoch, einen regelrechten Rausch.”

Durch diese Praxis kam 1997 auch INXS-Star Michael Hutchence 1997 zu Tode.