Mittwoch, 10. Juni 2009, 22:12 Uhr

Tilda Swinton will nochmal im Glaskasten schlafen

Schauspieldiva Tilda Swinton würde gerne für sieben Tage in einem Glashaus leben. Die Oscar-Gewinnerin schlief 1995 für sieben Tage die Woche, jeweils für acht Stunden im Zuge einer Installation in einem Glascontainer in der Londoner Serpentine Gallery. Obwohl der Kunst-Stunt ihr Gürtelrose verpasste, würde sie ihn liebend gern noch einmal wagen.

Sie berichtet: “Ich würde diese Installation gerne noch mal machen. Ich war für fünf Monate danach sehr krank. Und ich denke es hatte etwas mit der Anstrengung der Ausdauer zu tun, die es einem abverlangt von 22.000 Menschen im Laufe einer Woche betrachtet zu werden.”

Die Aktrice wollte auch als sie mit ihren heute 11- jährigen Zwillingen schwanger war wieder in den Glascontainer zurückkehren, entschloss sich aber letztendlich dagegen, um ihnen nicht zu schaden.

Die Schauspielerin ist alles andere als konventionell in ihren Entscheidungen. Ihre offene Beziehung zum Vater ihrer Kinder John Byrne sei das Beste für ihre Kinder, meint sie. Während sie mit Byrne und den Kindern lebt, unterhält sie auch noch eine romantische Beziehung mit dem Künstler Sandro Kopp.

Sie selbst beschreibt die Lage so: “Es mag vielleicht seltsam scheinen, aber es ist definitiv das Beste für die Kinder.  Es ist nicht etwas, das  ich  als radikale Lebensweise propagiere. Aber es ist eine Situation, die ich sehr gesund finde. Ich kann mein Leben mit meinen Kindern und ihrem Vater fortsetzen und Zeit mit dem Mann verbringen, den ich sehr liebgewonnen habe. Ich habe sehr viel Glück damit gehabt, dass die Männer sehr verständnisvoll waren.”

Foto: Fritstreetgallery