Samstag, 13. Juni 2009, 6:14 Uhr

Manic Street Preachers und Yoko Ono mit Mojo-Award geehrt

And the winner is: Yoko Ono meint, ihr Ex John Lennon wäre keineswegs überrascht gewesen, dass sie einen Mojo-Award – und damit eine der begehrtesten Auszeichnungen in der Musikindustrie – gewonnen hat. Die Witwe der Beatles-Legende wurde auf der gestrigen Verleihung der Mojo-Awards mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und dankte den Organisatoren für ihre “mutige” Entscheidung. Über ihren Preis überhaupt sagte die 76-Jährige: “Ich empfinde es als große Ehre, ich bin überwältigt. Es war toll auf die Bühne zu kommen, die Leute waren so nett zu mir, das habe ich nicht erwartet.” Auf die Frage, was Lennon wohl zu diesem Sieg gesagt hätte, antwortete Ono voller Selbstbewusstsein: “Er hätte gemeint: ‘Ich hab’s dir doch schon immer gesagt, Mann!’ Er war der einzige, der an meine Arbeit geglaubt hat und sie promotet. Ohne das wäre ich wahrscheinlich ziemlich entmutigt gewesen.”

Für die Band Elbow waren die Mojos nur ein weiterer Siegeszug: Die Engländer räumten dieses Jahr bereits bei den Nationwide Mercury Prize, den BRIT Awards und den Ivor Novello Awards ab. Für ihren Song ‘One Day Like This’ wurden sie mit dem Besten Song des Jahres ausgezeichnet.

Keyboarder Richard Potter war trotzdem schlecht gelaunt: Er hatte sich an der Trophäe eine schmerzhafte Schnittwunde an der Hand zugezogen. “Der Award ist der Beweis für ein schreckliches Verbrechen”, scherzte er und ergänzte: “Ich bin ziemlich wütend deswegen. Wir haben uns so gefreut unseren Helden, John Cale, zu treffen, und plötzlich merkte ich, dass ich mich am Award geschnitten hatte! Ich werde die Veranstalter verklagen.”

Die White Lies wurden zum besten Newcomer ernannt, während Paul Weller für sein Album ’22 Dreams’ geehrt wurde. Fleet Foxes setzten sich gegen Leonard Cohen und Radiohead durch, und nahmen die Auszeichnung als Bester Live Act mit nach Hause.

Die frisch versöhnten Herren der Kultband Blur wurden für ihre Friedfertigkeit belohnt und mit dem Inspiration Award ausgezeichnet. Der ehemalige Smiths-Gitarrist Johnny Marr heimste den Klassiker ein: Er wurde bester Songschreiber.

 

 

Alle MOJO-Gewinner auf einen Blick:

Bester Newcomer: White Lies

Song des Jahres: Elbow – ‘One Day Like This’

Bester Live Act: Fleet Foxes

Bestes Album: Paul Weller – ’22 Dreams’

Compilation des Jahres: ‘Take Me To The River: A Southern Soul Story’

Vision Award: Joy Division

Catalogue Award: Miles Davis – ‘Kind Of Blue 50th Anniversary Edition’

Classic Album Award: The Zombies – ‘Odessey And Oracle’

Maverick Award: Manic Street Preachers

Hero Award: The Pretty Things

Herausragende Leistungen in der Musik: Joe Brown

Roots Awards: Topic Records

Bester Songschreiber: Johnny Marr

MOJO Medal: Chris Blackwell/Island Records

Inspiration Award: Blur

Icon Award: Phil Lynott

Les Paul Award: Billy Gibbons (ZZ Top)

Hall of Fame: Mott The Hoople

Lebenswerk: Yoko Ono