Dienstag, 16. Juni 2009, 8:41 Uhr

Daniel Brühl: "Es ist total romantisch, miteinander zu schweigen"

“Es ist interessant, was man über Liebe und Gegensätze sagt, aber ich bin jetzt darauf gekommen, dass die Gegensätze auch nicht zu groß sein dürfen”, sagt Daniel Brühl (31). Er findet es  “total romantisch, miteinander zu schweigen”. Es gebe dieses angenehme Schweigen, “dass man eine Situation und eine Stimmung gleich empfindet, man braucht gar nichts zu sagen”. Momente, in denen er das absolute Glück verspüre, habe er nicht so oft – “aber wenn, dann ist es ein wahnsinnig schönes Gefühl”, so der Schauspieler im Interview mit der Zeitschrift ‘Frau im Spiegel’

Bei Liebeskummer, meint der Schauspieler, müsse man sich am ersten Tag betrinken. “Danach habe ich immer versucht, mich abzulenken – so gut es geht.” Ob er wieder bereit für eine Liebe ist,  will er nicht verraten. Er wisse “die Freiheit und Ungebundenheit” des Singlelebens zu schätzen. “Man kann tun, was man will, muss keine Rücksicht auf jemanden nehmen.”

Brühl, der auch in Quentin Tarantinos ‘Inglorious Basterds’ mitspielt (siehe Foto), denkt, dass “wohl die meisten Menschen” eitel sind – und erst recht in seinem Beruf. Wichtig ist seiner Ansicht nach, dass man einem die Eitelkeit nicht anmerkt. “Dann wäre man ganz langweilig. Man sollte Eitelkeit gut kaschieren, und sie darf einem auch nicht zu wichtig sein.”

Obwohl der junge Darsteller viele Filme mit internationalen Stars gedreht hat, ist Hollywood nicht sein Ziel. “Ich bin kein Amerikaner, bin in den Markt nicht reingewachsen”, erklärt er. “Ich würde mich daimmer als Fremdkörper fühlen.”

Daniel Brühl schwimmt auf der Erfolgswelle. Seit “Good Bye Lenin!” geht seine Karriere steil nach oben. Ab 25. Juni ist er an der Seite  von Julie Delpy (39) in dem Film “Die Gräfin” im Kino zu sehen. Delpy führt auch Regie.

Foto: Universal Pictures