Donnerstag, 18. Juni 2009, 8:33 Uhr

Huch! Brüno marschiert in London ein

Jedes Land kriegt die Filmpremiere, die es verdient. Sacha Baron Cohen verkleidete sich gestern Abend zur Premiere seines Films ‘Brüno’ als Mitglied der königlichen Garde in Hotpants und marschierte dementsprechenden zu den Klängen von Gloria Gaynors Disko-Klassiker ‘I Will Survive’ ein. “Was soll´s”, rief er den wartenden Fans zu. “Die Österreicher haben endlich London erobert, laßt es hören, meine Soldaten!” Am Leicester Square wurde auch Isla Fisher, die australische Gattin des britischen Komikers, gesichtet – im unschuldigen Ballerina-Kleid und High Heels.

Eine Stunde lang posierte und stolzierte Cohen in der Rolle des schwulen, österreichischen Modejournalisten Bruno herum, stieg dann auf ein weißes Podest, von wo aus er sich gegenüber der belustigten Zuschauermenge über Action-Legende Arnold Schwarzenegger und den britischen Premierminister Gordon Brown lustig machte.

Mit starkem, österreichischen Akzent meinte er: „Ich hoffe dies wird der größte Film über einen schwulen Österreicher seit ‚Terminator 2‘. Apropos Politiker: Gordon Brown… mal echt, was ist eigentlich mit ihr los? Sie ist die schwulste Type, die ich je gesehen hab. Gordon, Liebes, du solltest die High Heels ausziehen und dich endlich mal outen.“
Der 37-jährige Schauspieler konnte sich auch ein Kommentar über Pop-Oma Madonna und Supermodel Naomi Campbell nicht verkneifen. „An alle, die darüber nachdenken wie Madonna ein schwarzes Baby zu adoptieren: Tut es nicht“, rät er seinen Zuschauern. „Sie waren für einige Zeit in Mode, sind es bald aber nicht mehr. Ich werde meins bei Ebay verkaufen. Und Naomi. Es ist wunderbar, dass sie nach 20 Jahren des Erfolgs in diesem Business noch immer ein totales Miststück ist.“

Wir dürfen gespannt sein, womit Cohen am Sonntag in der ehemaligen Reichshauptstadt aufwartet. In der Filmkomödie spielt Cohen einen schwulen lösterreichischen Modejournalisten.

Auf der Website des österreichischien Rundfunks ORF liest man, dass Brüno Österreich als ein Land porträtiere, in dem es Männern nicht erlaubt sei, einander an den Händen zu halten. Der Film, so die Quintessenz, sei für den österreichischen Tourismus eine Katastrophe.

Fotos: wenn.com