Freitag, 19. Juni 2009, 11:20 Uhr

Horst Schlämmer: "Isch kandidiere!"

Nachdem Hape Kerkeling als ‘Uschi Blum’ nicht so durchstarten konnte, wie erwartet, macht er das, was er besser kann: Er schickt Horst Schlämmer in den Wahlkampf. Der ‘stellvertetende Chefredakteur’ des Grevenbroicher Tageblatts will Bundeskanzler werden. Deshalb drehte der 44-jährige Komiker seit einigen Wochen in Grevenbroich und Berlin den Kinofilm “Isch kandidiere!” über seinen Aufstieg in den politischen Olymp. Nun sind die Dreharbeiten beendet. Der ‘Bild’-Zeitung erklärte Schlämmer (wie alt ist der eigentlich?) zum aktuellen Bundestagswahlkampf:  „So geht’s einfach nicht weiter. Wir brauchen mehr von allem und nicht weniger. Isch kandidiere als Bundeskanzler! Für die ,HSP‘, die Horst-Schlämmer-Partei.“

Schlämmers Wahlprogramm:

1. Sonnenbank für alle – gratis. Dafür ist der Staat da.

2. Die Verkehrssünderkartei in Flensburg wird aufgelöst.

3. Das Rauchverbot wird abgeschafft – überall, wo ich bin.

4. Schönheitsoperationen für alle – auf Kasse. Gucken Sie mich an.

5. Das Wahlalter wird auf 12 Jahre heruntergesetzt.

6. Wir führen den Bundeshasen als Wappentier ein! Er steht für Frühling und Neubeginn. Wir müssen den Bundestag übermalen und aus den Adlerflügeln werden Schlappohren.“

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Die Marketingstrategen von Constantin-Film werden sich eine witzige Plakat-Kampagne zum Film ausgedacht haben, die den zu erwartenden üblichen Boom an Bundestagswahlplakaten gehörig auf die Schippe nehmen und gehörig durcheinander wirbeln wird.

Und darum gehts in der Komödie: Horst Schlämmer beschließt, in die Politik zu gehen und Bundeskanzler zu werden. Er gründet die “Horst Schlämmer Partei – HSP” und bringt mit seinem ziemlich “horstigen” Wahlkampf die arrivierten Parteien mächtig auf Trab. Auf dem Weg nach oben begegnet er einer Frau mit Drang zu Höherem. Eins führt zum anderen, und so sieht sich Horst Schlämmer nicht nur innerhalb kürzester Zeit als Vorreiter einer neuen Politik, sondern ist gleichzeitig auf der Flucht vor der Polizei. Schlämmer und sein Praktikant Ulle schaffen mit Glück und Kreativität das Unmögliche: Sie machen die Partei im Land bekannt. Die HSP tritt tatsächlich als neue Partei bei den Bundestagswahlen an, und als der Wahlsonntag gekommen ist, sitzt der Parteivorsitzende Schlämmer mit seinen begeisterten Anhängern in der Stammkneipe in Grevenbroich. Alle starren wie gebannt auf die Grafik mit der ersten Hochrechnung: Jubel bricht aus! Hat Horst es tatsächlich geschafft? Ist er unser nächster Bundeskanzler? Oder hat das Schicksal noch eine viel größere Rolle für ihn vorgesehen …?

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Interviewanfragen lehnt Constantin-Film leider höflich ab: Horst Schlämmer widme sich zur Zeit “seiner wichtigen politischen Arbeit und hat leider keine Zeit für Interviews. Außerdem hat er Rücken und Füße und manchmal auch Kreislauf… Wir bitten um Verständnis und ein bisschen Geduld.”

Fotos: Constantin Film 2009, Wenn