Samstag, 20. Juni 2009, 12:22 Uhr

Elton John: Selbstmordversuch mit 85 Tabletten und dann ab in den Pool

Seit fast vierzig Jahren zählt Elton John (62, trägt seit zehn Jahren einen Herzschrittmacher) zu den schillerndsten Entertainern der Popgeschichte, hat 450 Millionen Platten verkauft: Ende der Sechziger machte er sich einen Namen als Songwriter und Sänger, und in den folgenden Jahren bewies er mit Bravour, dass er alle damals beliebten Richtungen der Popmusik – Soul, Hardrock, Pop, Folk und Disco – gleichermaßen beherrschte.  Durch sein extravagantes Auftreten und sein musikalisches Genie wurde er zu einem der größten Popstars jener Ära.
So schillernd wie seine Musik ist auch sein Privatleben. Da ist zum Beispiel die enge Freundschaft zu Rod Stewart, die über die Jahre immer wieder Anlass zu Spekulationen gab. Die Presse ergötzte sich an zahlreichen Skandalen („In meinem Körper schwappte überall der Whisky“), an den Drogengeschichten (nahm Kokain als Appetitzügler) oder dem absurdem Selbstmordversuch. Bei einer Party sagte er plötzlich: „Ich habe 85 Valium geschluckt. In einer Stunde werde ich tot sein.“ Anschließend stürzte er sich in einen Swimming-Pool. 1984 heiratete er aus einer Laune heraus die deutsche Tontechnikerin Renate Blauel, verbrachte die Hochzeitsnacht mit mehreren schwulen Jungs in seiner Suite.
Doch soviel auch über ihn geschrieben wurde, fundierte Biografien, die sich mit seiner Musik und seinem Privatleben gleichermaßen auseinandersetzen, hat es in den vergangenen Jahrzehnten nur wenige gegeben. Jetzt ist die Biographie “Elton John – Die Story” erschienen, die die letzten Geheimnisse der schrillen Popdiva enthüllt.
Autor des Buches ist der New Yorker Bestseller-Schriftsteller Mark Bego, der schon Biographien über Leonardo DiCaprio, Mat Damon und Will Smith verfaßte.

Mark Bego „Elton John – Die Story“, (544 S., 29,90 Euro, Hannibal Verlag)