Sonntag, 21. Juni 2009, 13:17 Uhr

Sean Lennon findet Bruce Springsteen "abscheulich"

John Lennons Sohn bebt vor Wut bei der Vorstellung, dass Bruce Springsteen am kommenden Samstag beim Glastonbury-Festival als Headliner auftritt. Sean, Sprössling von Beatles-Legende John und Yoko Ono, ist der Meinung, dass die Wahl des ‘Born to Run’-Interpreten als Top-Performer in der Primetime am Samstagabend in Großbritanniens prestigeträchtigsten Musik-Happening “abscheulich” ist.

Der 33-jährige Musiker äußerte sich im Wortlaut wie folgt: “Es ist schockierend. Ich bin ein paar Mal in Glastonbury gewesen, ich habe sogar die eine oder andere Sache dort gespielt, und habe dabei nicht den Eindruck gewonnen, dass das die Art von Künstler ist, die sie dort bevorzugen. Man hat mir gesagt, dass sie ihn angerufen haben, und er nicht einmal wusste, worum es sich handelt.” Sean ist hingegen gottfroh, dass ‘Heart of Gold’-Interpret Neil Young auftritt, weil Young – im Gegenteil zu Springsteen – es geschafft habe, “cool zu bleiben”. Im Gespräch mit der britischen Zeitung ‘The Sun’ fügte er hinzu: “Ich liebe Neil Young. Ich habe das Gefühl, dass er einer der wenigen Menschen ist, die es geschafft haben, die ganze Zeit über cool zu bleiben, was wirklich schwierig ist.” Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Musiker darüber aufregt, welcher Kollege beim berühmten Festival den besten Slot ergattert. Letztes Jahr hatte Oasis-Gitarrist Noel Gallagher die Entscheidung angeprangert, US-Rapper Jay-Z zu einzuladen: “Wenn es nicht kaputt ist, dann repariere es auch nicht. Wenn du damit anfängst, es kaputtzumachen, dann werden die Leute auch nicht mehr hingehen. Es tut mir leid, aber Jay-Z? Keine Chance. Glastonbury kann auf eine lange Tradition an Gitarrenmusik verweisen, und auch wenn sie am Samstagabend etwas Ausgefallenes bringen wollen, würde man notfalls Kylie Minogue erwarten. Nun, ich weiß nicht, aber ich werde mir in Glastonburg sicher kein Hip Hop reinziehen. Das ist einfach falsch.” (BangMedia)